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Elektromobilität

Die Ziele sind hoch gesteckt: Bis 2020 will die Kooperation der Thüringer Energieversorger in ganz Thüringen ein Ladenetz mit 400 öffentlichen Ladesäulen errichten.

Im Laufe des Jahres 2017 haben die kommunalen Energieversorger das E-Mobility-Ladenetz in Thüringen bereits kontinuierlich ausgebaut und ein Konzept für eine Ladeinfrastruktur mit einheitlicher Ladetechnik, einem einheitlichen Zugangs- und Abrechnungssystem erarbeitet. Thüringen ist somit das erste Flächen-Bundesland, in dem sich praktisch alle Energieversorger auf einheitliche technische Standards für Aufbau und Betrieb eines öffentlichen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge geeinigt haben und dieses in enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung ausrollen.

Das Ladenetz wird täglich dichter

Bis zum Jahresende 2017 wird es bereits 170 öffentliche Ladesäulen in Thüringen geben. Damit geht allein in diesem Jahr alle zwei bis drei Tage eine Ladesäule der Ladenetzkooperation der Thüringer Energieversorger in Betrieb. Berücksichtigt man die halböffentlichen und privaten Ladesäulen, so wird es bis 31. Dezember 2017 im Freistaat voraussichtlich 280 Ladestationen mit insgesamt 500 Ladepunkten geben – bis Ende 2020 sollen es bereits 1.000 Ladepunkte sein.

Standortwahl nach fundiertem Kriterien-Katalog

Die Festlegung der Standorte für die Ladestationen des Thüringer Ladenetzes basiert auf Studien der Fraunhofer-Gesellschaft Ilmenau sowie der Bauhaus-Universität Weimar. Beides sind ebenfalls Projektpartner.

Kriterien der Standortbewertung waren u.a. öffentliche Verfügbarkeit, Besucherfrequenz sowie die Verweildauer. So sind die kommunalen Ladestationen vor allem im Bereich größerer Einkaufsmärkte, Sport- und Freizeitzentren, Raststätten, an Bahnhöfen oder touristischer Ziele zu finden. Die Verteilung ist so gewählt, dass in ganz Thüringen die Entfernung zur nächsten Ladestation nie größer als 30 Kilometer sein wird.

Förderung

Mit Hilfe eines sogenannten Umweltbonus soll der Absatz neuer Elektrofahrzeuge gefördert werden. Damit soll ein beachtlicher Beitrag zur Minimierung der Schadstoffbelastung der Luft geleistet werden. Und eine schnellere Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Markt unterstützt werden.

Käufer rein batteriebetriebener Fahrzeuge erhalten eine Förderung in Höhe von 4.000 Euro bei Kauf eines Neuwagens, Käufer von Plugin-Hybriden mit Elektro- und Verbrennungsmotor immerhin 3.000 Euro. Die Prämie wird zur Hälfte vom Staat, zur Hälfte von der Autoindustrie finanziert. Die Beantragung der Prämie erfolgt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und ist für alle Fahrzeuge mit Kaufdatum nach dem 18. Mai 2016 möglich. Anträge dürfen von Privatpersonen, Firmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereinen gestellt werden. Dafür notwendig sind lediglich eine Rechnungskopie und ein Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief), welche bis spätestens einen Monat nach Antragstellung beim BAFA einzureichen sind. Darüber hinaus muss der Käufer das E-Fahrzeug mindestens neun Monate behalten, dies gilt übrigens auch für Leasingverträge.

Wichtig: Die Auszahlung der Prämien durch das BAFA erfolgt nur solange, wie Fördermittel verfügbar sind – höchstens aber bis zum 30. Juni 2019. Die entsprechende Antragsunterlagen und weitergehende Informationen werden auf der Webseite des BAFA zur Verfügung gestellt.

Neben dieser direkten Förderung sind E-Auto-Besitzer langfristig von der KFZ-Steuer befreit. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 erhöht sich der Zeitraum der Steuerbefreiung für neue und umgerüstete Fahrzeuge von fünf auf zehn Jahre.

Häufig gefragt

Wir haben für Sie die häufigsten Fragen und Antworten zur Elektromobilität zusammengetragen. In dem Pull-Down-Menü finden Sie jeweils Informationen aus den unterschiedlichen Bereichen. Wählen Sie einfach das für Sie interessante Themengebiet aus und erfahren Sie mehr. Ihre Frage ist nicht dabei? Dann schicken Sie uns Ihre Frage an info@teag.de.

  • Was kosten 100 km im Elektroauto?

    Das hängt davon ab, welchen Verbrauch ihr Fahrzeug hat und mit welchem Tarif Sie laden. Beispielsweise zahlen Sie bei einem Elektroauto mit einem Stromverbrauch von 16,3 kWh für 100 km € 4,29 (z.B. TEAG-Tarif ThüringenStrom.online).

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  • Wie lange erhält man Garantie auf die Batterie?

    Die meisten Autohersteller garantieren eine Lebenszeit von mindestens 8 Jahren für die Batterie. Zudem bieten einige Hersteller ein Mietmodell für die Autobatterie an. In diesen Fällen profitieren Sie von einer Austauschmöglichkeit des Akkus bei Defekten.

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  • Welche Vorteile bietet der Umstieg auf ein Elektroauto?

    Elektroautos ermöglichen das Fahren ohne Emissionen. Bei normaler Fahrweise ist ein Elektroauto effizienter und kostengünstiger im Verbrauch als ein konventionelles Auto. Das Nachladen kann komfortabel auf dem heimischen Grundstück erfolgen. Die Wartungskosten sind aufgrund des Elektromotors gering. Inzwischen gibt es immer mehr Modelle, die Reichweiten je nach den individuellen Bedürfnissen bieten. Besonders zu erwähnen ist der Fahrspaß durch den antrittsstarken Antrieb.

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  • Wie weit fährt ein Elektroauto und welche Faktoren beeinflussen die elektrische Reichweite?

    Die Reichweite eines Elektroautos hängt maßgeblich von der Batteriekapazität und dem Fahrverhalten ab. Aber auch die Umgebungs- und Witterungsbedingungen, die Fahrzeugkonfiguration sowie Alter und Zustand der Batterie beeinflussen die Fahrtstrecke. In der unten stehenden Tabelle finden Sie die NEFZ-Reichweiten unserer TEAG E-Cars:

    Fahrzeugtyp Reichweite elektrisch (NEFZ)
    smart fortwo ed 160 km
    Renault ZOE 240 km
    VW e-Golf 300 km
    BMW i3 312 km

    Durch Rekuperation kann die Reichweite des Elektroautos optimiert werden. Unter Rekuperation versteht man die Rückgewinnung von Energie. Sobald der Fahrer während der Fahrt das „Gaspedal“ löst, funktioniert der Elektromotor wie ein Dynamo und speichert die gewonnene Energie in der Batterie, was die Reichweite des Fahrzeugs erhöht. Besonders im städtischen Einsatz lässt sich durch die häufigen Stop-and-Go-Phasen auf diese Weise die Reichweite erhöhen.

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  • Gibt es eine Förderung, wenn ich mir ein Elektroauto oder einen Plug-In-Hybrid-Auto kaufe?

    Ja. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat eine Förderung in Form eines nicht rückzahlbaren Umweltbonus aufgelegt. Dieser beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug oder ein Brennstoffzellenfahrzeug 4.000 Euro, für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) 3.000 Euro. Der Umweltbonus wird zur einen Hälfte durch die Automobilhersteller und zur anderen Hälfte durch einen Bundeszuschuss gewährt.

    Die Förderbedingungen können in der Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) nachgelesen werden.

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  • Wo finde ich weiterführende Informationen rund um die Elektromobilität?

    Eine umfassende Beratung zum Thema Elektromobilität erhalten Sie bei unseren TEAG Energieexperten (0361 652-2005; energieloesungen@teag.de). Weiterführende Informationen finden Sie beispielsweise auf www.goingelectric.de oder www.ecomento.de.

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