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Gut aufgestellt für die Energiewende

Bild: Gut aufgestellt für die Energiewende

Mittwoch, 31. Juli 2013

Kommunale Thüringer Energie ist Stärkung für den Wirtschaftsstandort Erfurt.

Nach der Übernahme der Aktienmehrheit an Thüringens größtem Energiedienstleister wollen die Thüringer Kommunen die historisch einmalige Chance nutzen, die Energiewende im Freistaat von Anfang an selbst zu gestalten. Zugleich will das Unternehmen durch die Übernahme von Leistungen, die ehemals von E.ON-Tochterfirmen erbracht wurden, dauerhaft neue Arbeitsplätze in Thüringen schaffen.

„Wir haben jetzt Einfluss auf die Entwicklung der Thüringer Infrastruktur im Energiesektor und können unabhängig von Konzerninteressen und Börsenterminen unsere Prioritäten verfolgen – etwa bei den erneuerbaren Energien oder der Kooperation mit Stadtwerken“, erklärte Horst Brandt, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Thüringer Energie zum Start des neuen Markenauftritts.

Wertschöpfung in Thüringen halten und ausbauen

Der Bürgermeister von Langewiesen, der auch Aufsichtsratschef der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen AG (KEBT) ist, sieht mit der Kommunalisierung des Energiedienstleisters vor allem für die Zukunft weiteres Potenzial für eine interkommunale Zusammenarbeit im Energiesektor. „Die Wertschöpfung kann in der Region und den jeweiligen Gemeinden und Städten erhalten und ausgebaut werden“, hob Brandt hervor. Gerade bei der Nutzung der erneuerbaren Energien, beim Energiehandel und beim Thema DSL habe die Thüringer Energie bereits zukunftsträchtige Kooperationen mit Kommunen und Stadtwerken geschlossen. Dieser Weg solle weiter beschritten werden.

Bei den Arbeitsplätzen im Unternehmen sieht das kommunale Lager aus Eigentümerperspektive keinerlei Einschnitte. Das Unternehmen sei mit seiner kompetenten Belegschaft bestens positioniert. „Das Ziel aller Gesellschafter ist, die Arbeitsplätze im Unternehmen zu erhalten und zu stabilisieren. Dies kommt auch der regionalen Steuerkasse zugute“, sagte Frank Rostek, Bürgermeister der Stadt Bleicherode und Verbandsvorsitzender des kommunalen Energiezweckverbandes Thüringen (KET).

Führungsmannschaft der Thüringer Energie wird komplettiert

„Mit der Bestellung von Dr. Andreas Roß ist es uns gelungen, einen erfahrenen Manager für das Unternehmen zu gewinnen, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Herrn Rampf und Herrn Reindl ab September die zukünftige Entwicklung der Thüringer Energie AG vorantreiben wird“, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Ewald Woste, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft.

Im Zuge der schrittweisen Herauslösung aus dem E.ON-Konzern will Thüringer Energie ehemals zentralisierte Aufgaben wieder in eigene Verantwortung übernehmen. „Speziell im Bereich von IT-Dienstleistungen und Kundenservice werden wir dauerhaft neue Arbeitsplätze in Thüringen schaffen“, erklärte Vorstandsmitglied Stefan Reindl. Als kommunales Unternehmen sehe man sich in besonderer Verantwortung für die Sicherung attraktiver und zukunftssicherer Arbeitsplätze im Freistaat. Dem diene auch ein Einstellungsprogramm speziell für junge, in Thüringen verwurzelte Techniker und Technikerinnen. „Alle von uns ausgebildeten Jugendlichen werden bei entsprechenden Leistungen mit ihrem Ausbildungszeugnis auch einen Arbeitsvertrag erhalten“, kündigte der Energiemanager an.

Weiterhin Investitionen auf hohem Niveau

Im Netzbereich plant Thüringer Energie unverändert Investitionen auf hohem Niveau. „Die Energiewende wird ohne begleitenden Netzausbau nicht zu stemmen sein“, sagte Reindl. So werden von der Netztochter TEN Thüringer Energienetze GmbH in diesem Jahr allein 19 Millionen Euro (Vorjahr 16 Millionen Euro) für den Netzausbau zur Aufnahme von Grünstrom aus dezentralen Erzeugungsanlagen ausgegeben. Zudem rüstet der Netzbetreiber immer mehr Ortsnetztrafos mit intelligenter Mess- und Regeltechnik zur Einspeiseoptimierung von EEG-Strom aus.

Beim Ausbau der eigenen Erzeugungskapazitäten setzt Thüringer Energie in diesem Jahr auf Wasserkraft. So wird im Kraftwerk Falken an der Werra nach dem Einbau einer dritten Turbine rund ein Drittel mehr Ökostrom erzeugt werden können. Insgesamt erzeugt das Unternehmen bereits jetzt mit eigenen Wasser-, Wind- und Sonnenkraftanlagen Ökostrom für 15.000 Menschen.

Hintergrund: Der Thüringer Energie-Konzern

Thüringer Energie ist das führende Energiedienstleistungsunternehmen im Freistaat. Das kommunale Unternehmen versorgt rund 500.000 Kunden mit Strom, Erdgas und Fernwärme und bietet umfangreiche energiespezifische Dienstleistungen an. Über die Tochtergesellschaften TEN Thüringer Energienetze GmbH bzw. Thüringer Netkom GmbH betreibt Thüringer Energie ein rund 43.000 Kilometer langes Strom- und Erdgasnetz sowie ein rund 4000 Kilometer langes Glasfasernetz. Die Umsatzerlöse des Thüringer Energie-Konzerns betrugen 2012 rund 1,5 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss lag bei 95 Millionen Euro. Die regionale Wertschöpfung des Unternehmens für Thüringen (Löhne, Aufträge, Dividende, Steuern, Konzessionsabgaben etc.) betrug im Jahr 2012 mehr als 250 Millionen Euro.

Mit 84,8 Prozent halten rund 800 Thüringer Kommunen die Mehrheit an der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft. Diese sind im Wesentlichen in zwei Aktionärsverbänden organisiert: dem Kommunalen Energiezweckverband Thüringen KET (46,1 %) und der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen AG KEBT (36,0 %). Weitere 2,7 Prozent der Thüringer Anteile werden von der Gesellschaft der kommunalen Strom-Aktionäre in Thüringen mbH (GkSA) sowie von zwei Einzelkommunen und einem Stadtwerk gehalten. Als strategischer Partner der Thüringer Kommunen besitzt die 1867 in Gotha gegründete Thüga AG, München, 15,2 Prozent der Aktienanteile. Mit rund 90 Stadtwerke-Beteiligungen ist die Thüga-Gruppe der größte Verbund kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland.

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