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Vom Kombinat zum kommunalen Energiedienstleister

Mittwoch, 1. Juli 2015

In 25 Jahren schuf TEAG moderne, zuverlässige und ökologische Lebensadern für die Thüringer Wirtschaft

Erfurt (1.7.2015). 25 Jahre nach Privatisierung der einstigen drei Thüringer Energiekombinate kann die Thüringer Energie AG auf eine beachtenswerte Jubiläumsbilanz verweisen. Mit Gesamtinvestitionen von fünf Milliarden Euro schuf das 2013 kommunalisierte Unternehmen eine zuverlässige und leistungsfähige Energie- und Telekommunikations-Infrastruktur für Thüringen und wandelte sich vom monopolgeprägten Versorger zum kundenorientierten Dienstleister und führenden Akteur bei der Umsetzung der Energiewende im Freistaat.

„Seit nunmehr 25 Jahren ist die TEAG ein wichtiger und verlässlicher Partner in der Thüringer Energieversorgung“, schreibt Ministerpräsident Bodo Ramelow in einer Jubiläumsbroschüre und dankt Management und Mitarbeitern für „ihren Beitrag zum Wiederaufbau des Wirtschaftsstandortes Thüringen durch eine zuverlässige Versorgung mit Strom und Gas“. Zugleich würdigt er die Vorreiterrolle der TEAG bei erneuerbaren Energien und dem Klimaschutz. Thüringen sei „auch darauf angewiesen, dass unser größter Energieversorger die Kommunen dabei unterstützt, Strom ökologisch nachhaltig und kostengünstig zu erzeugen und in die Netze einzuspeisen.“

Nach den Worten von TEAG-Vorstandssprecher Stefan Reindl sei die systematische Erweiterung von Geschäftsfeldern bei gleichzeitiger Konzentration auf Thüringen das Erfolgsrezept für die Wettbewerbsfähigkeit und den Markterfolg des Unternehmens. Bis 2005 habe sich die TEAG auf konventionelle Erzeugung, den Stromnetzbetrieb sowie den Stromvertrieb konzentriert. Mit der Fusion mit der Gasversorgung Thüringen GmbH seien die Geschäftsfelder Gasnetz und Gasvertrieb, ab 2009 die Erweiterung des Glasfasernetzes und der Breitbandausbau auf dem Land, ab 2011 die verstärkte Netzintegration von Erneuerbaren Energien sowie Investitionen in die Wind- und Sonnenstromproduktion sowie ab 2013 der sukzessive Ausbau des Wärmeservice sowie der Aufbau eines Lichtnetzes hinzugekommen. „Heute ist die TEAG trotz der unsicheren energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des schwierigen Marktumfelds als integriertes Versorgungsunternehmen mit Dienstleistungen rund um ihr Strom-, Erdgas-, Wärme-, Licht- und Glasfasernetz hervorragend am Markt aufgestellt“, erklärte Reindl.

In den kommenden 25 Jahren stehen der Thüringer Energiewirtschaft nach Meinung des TEAG-Vorstandssprechers „nicht weniger Änderungen bevor als in den zurückliegenden 25 Jahren seit 1990“. So würden voraussichtlich mehr als 50 Prozent des Stromes im TEAG-Netz aus erneuerbaren Quellen stammen. „Die dezentrale Einspeisung und die schnell wechselnde Verfügbarkeit der erneuerbaren Energien erfordern einen weiteren Um- und Ausbau unserer Netze in Thüringen“, sagte der Energiemanager. Gleichzeitig würden durch die noch engere Verknüpfung von Strom- und Glasfasernetzen Steuerung und Transport von Energie zunehmend digitalisiert.

Als weitere Herausforderung der Energiezukunft nannte Reindl die „neue Rollenverteilung zwischen Energieversorgungsunternehmen und Kunden“. Jeder Kunde könne sich frei entscheiden, ob er Stromverbraucher, Stromproduzent oder beides sein wolle. „Damit erreicht die dezentrale Erzeugung in Zukunft faktisch jedes Haus, und wir betrachten ganze Straßenzüge oder Ortschaften wie ein Kraftwerk“. Die TEAG sei auf diese Entwicklung technisch und fachlich bestens vorbereitet und willens, gemeinsam mit ihren kommunalen Aktionären die Energiewende in Thüringen voranzutreiben.

25 Jahre Thüringer Energie in Zahlen

  • Versorgungssicherheit
    • stetiger Rückgang der mittleren Ausfallzeit im Stromnetz von jährlich mehr als 250 Minuten (1990) auf weniger als 30 Minuten (2014)
    • Erhöhung des Verkabelungsgrades im TEAG-Stromnetz (Nieder- und Mittelspannung) von 32 Prozent (1990) auf 73 Prozent (2014)
  • Klimaschutz
    Rückgang des CO2-Ausstoßes in TEAG-Kraftwerken von 1990 bis 2014 um 89 Prozent
  • Ausbau und Modernisierung der Netze
    • Neubau von 22.720 km Stromnetz seit 1990. Damit wurden zwei Drittel des heute bestehenden Nieder- und Mittelspannungsnetzes erst nach dem Mauerfall errichtet.
    • Neubau von 3.600 km Erdgas-Ortsnetzleitungen und 64.700 Hausanschlüssen seit 1990. Außerdem wurden von April 1991 bis Dezember 1992 146 Orte bzw. Ortsteile von Stadtgas auf Erdgas umgestellt.
    • Neubau von 5.061 Kilometern Glasfasernetz seit 1990. Die TEAG-Tochter Thüringer Netkom GmbH verfügt damit nach der Telekom über das zweitgrößte Telekommunikations-Festnetz in Thüringen.
  • Einbindung von dezentralen Ökostrom-Erzeugungsanlagen ins Netz
    • Anschluss von 15.588 dezentralen EEG-Stromerzeugungsanlagen ans TEAG-Netz (14.568 PV-Anlagen, 645 Windkraftanlagen, 246 Biomasse-Kraftwerke und 129 Wasserkraftwerke).
    • 1990 speisten 10 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 8,3 MW ins TEAG-Netz ein. Ende 2014 betrug die Gesamt-Einspeiseleistung von mehr als 15.500 EEG-Anlagen 1.902,5 MW. Das sind rund 80 Prozent der in Thüringen installierten Leistung von EEG-Erzeugungsanlagen.
  • Investitionen
    Seit 1990 investierten TEAG und Vorgängerunternehmen fünf Milliarden Euro in Thüringen. Rund 80 Prozent davon (rund 500.000 Aufträge) vergab die TEAG an Thüringer Unternehmen.
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