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TEAG Geschäftsentwicklung weiter positiv

Donnerstag, 24. März 2016

Kommunaler Energiedienstleister schließt drittes Geschäftsjahr in Folge mit solidem Gewinn ab    

Erfurt, 24.3.2016. Die Thüringer Energie AG hat das Geschäftsjahr 2015 erneut mit solidem Gewinn abgeschlossen und ihre Marktposition als führender Anbieter von Energie- und Infrastrukturdienstleistungen in Thüringen weiter gefestigt. Mit 65,7 Millionen Euro liegt der Jahresüberschuss erneut im Plan des Verkaufsgutachtens. Die Umsatzerlöse des TEAG-Konzerns betrugen im Jahr 2015 insgesamt 1,564 Mrd. Euro – das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein stabiles operatives Ergebnis.

„Die TEAG hat sich im Geschäftsjahr 2015 als kommunales und eigenständiges Energieversorgungsunternehmen in unverändert schwierigen Marktverhältnissen und unsicheren energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut gut geschlagen“, erklärte TEAG-Vorstandssprecher Stefan Reindl heute auf der Bilanzpressekonferenz in Erfurt. „Wir haben mit einem Jahresüberschuss von rund 65,7 Millionen Euro unsere Vorjahresplanung punktgenau erreicht. Zu diesem guten Jahresabschluss haben alle Geschäftsfelder des Unternehmens mit positiven Ergebnissen beigetragen.“

Ein so gut verlaufenes Geschäftsjahr sei in der Energiebranche vor dem Hintergrund der durch die Energiewende ausgelösten rasanten Struktur-Veränderungen keine Selbstverständlichkeit, so TEAG-Vorstandssprecher Reindl weiter, „viele Marktteilnehmer haben wirtschaftlich und strategisch zu kämpfen.“

Hohe EEG-Einspeisung steigert leicht Gesamtumsatz

Die Umsatzerlöse des TEAG-Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2015 bei 1,564 Mrd. Euro – das ist ein leichter Umsatzanstieg von 42 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (1,522 Mrd. Euro). Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Einspeisemengen von Erneuerbaren Energien zurückzuführen. Der Konzern-Jahresüberschuss 2015 lag mit 65,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 91,9 Millionen Euro. Der höhere Gewinn des Vorjahres war jedoch durch einmalige Effekte aus Anlagenverkäufen geprägt. Operativ liegen die Gewinne von 2014 und 2015 gleichauf.

Bilanzgewinn sichert den Kommunen hohe Dividende
Der Aufsichtsrat der TEAG hat am gestrigen Mittwoch den Jahresabschluss festgestellt und empfiehlt den kommunalen Aktionären, für ihre Aktien aus dem Bilanzgewinn der Thüringer Energie AG in Höhe von rund 111,4 Mio. Euro eine Dividende von 20 Euro pro Aktie auszuschütten.

Der TEAG-Konzern beschäftigte Ende 2015 insgesamt 1.694 Mitarbeiter. Damit ist der Personalstand im Vergleich zu 2014 um 71 Mitarbeiter ge-wachsen. Zum Ende des Geschäftsjahres betreute der Konzern zudem 255 Auszubildende (Vorjahr 263). Hiervon werden 145 Auszubildende im Rahmen der Gemeinschaft der Thüringer Energieversorgungs- und Elektrounternehmen ausgebildet.

Rund 10 Prozent des verkauften Stroms selbst erzeugt

2015 hat der Thüringer-Energie-Konzern in seinen konventionellen Kraftwerken insgesamt 463,8 GWh Strom erzeugt (Vorjahr 472,6 GWh), der überwiegend über den eigenen Vertrieb vermarktet wurde. Die TEAG betreibt u.a. moderne Gaskraftwerke in Jena und Bad Salzungen, zudem werden natürliche Erdgasrestvorkommen in Grabe und Merxleben zur Stromerzeugung genutzt. Ferner wurden 1.003 GWh Wärme und Dampf (Vorjahr 988,7 GWh) produziert und abgesetzt.

In eigenen regenerativen Erzeugungsanlagen erzeugte die TEAG 18,8 GWh Öko-Strom. Der Großteil stammt dabei aus Wasserkraftwerken an der Werra, gefolgt von Windkraft-Anlagen und eigenen Photovoltaik-Anlagen etwa auf den Dächern von Umspannwerken. Insgesamt erzeugte die TEAG rund jede zehnte an Kunden gelieferte Kilowattstunde selbst. Die übrigen Strommengen bezog das Unternehmen von verschiedenen Händlern und Beteiligungsunternehmen.

Über 16.000 dezentrale Erzeuger speisen ins TEN-Netz ein
Im Geschäftsjahr 2015 wurden weitere 663 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien mit einer Gesamtleistung von 88,8 MW an das von der TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG betriebene Stromnetz angeschlossen. Dabei gingen mehr als 600 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 40,3 MW sowie 18 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 48,3 MW ans Netz.

Insgesamt hat sich in 2015 die Zahl der Erneuerbaren-Energien-Anlagen im Netz der TEN auf rund 16.300 erhöht. Dies entspricht einer installierten Leistung von rund 2.000 MW. Somit speisen rund 80 Prozent der in Thüringen installierten Anlagen für Erneuerbare Energien ihren Ökostrom ins Netz der TEAG ein.

Verstärkt Anfragen zu dezentralen Stromspeichern
Der Stromabsatz verringerte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 123,1 GWh auf 5.893 GWh. Wesentliche Ursache für den Rückgang waren die Abnahme der durchschnittlichen Kundenverbräuche als Folge eines zunehmenden Eigenverbrauchs von regenerativ erzeugtem Strom und die steigende Energie-Effizienz bei den Verbrauchern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die TEAG insgesamt 3.868 GWh Erdgas ab (Vorjahr 3.312,5 GWh). Der Anstieg resultiert aus den kühleren Temperaturen in der Heizperiode 2015. Das vorangegangene Jahr 2014 war im Gegensatz dazu das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 – und hatte so zu einem spürbar gesunkenen Gasverbrauch geführt.

Weiterhin wurden 2015 verstärkt Anfragen zu dezentralen Stromspeichern im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen und Eigenverbrauchslösungen verzeichnet. Hintergrund ist u.a. die Förderung für stationäre und dezentrale Batteriespeichersysteme. Seit 2012 wurden im Netz der TEAG zahlreiche Speichersysteme mit einer Nennleistung von insgesamt 920 kW installiert.  

Schnelles Internet für über 300.000 Thüringer
Im Bereich Telekommunikation war das abgelaufene Geschäftsjahr abermals geprägt vom Ausbau des thüringenweiten Glasfasernetzes. Seit 2009 hat die Thüringer Netkom GmbH rund Thüringer 400 Orte im ländlichen Raum mit Glasfaser erschlossen. 2015 sind zudem erfolgreich Glasfaser-Projekte mit den Städten Weimar und Rudolstadt abgeschlossen worden. Insgesamt wird so über 300.000 Einwohnern von Thüringer Gemeinden und Städten der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht.

Vorsichtig optimistischer Ausblick auf 2016
Die wirtschaftliche Entwicklung des TEAG-Konzerns wie auch der Energieunternehmen in Deutschland wird stark von den energiepolitischen Entscheidungen und Gesetzesänderungen des Jahres 2016 beeinflusst werden, hier vor allem von der Novellierung der Anreizregulierung, dem Strommarktgesetz sowie dem Digitalisierungsgesetz. Dennoch rechnet die TEAG auch in 2016 mit einer stabilen Entwicklung des operativen Ergebnisses. Im laufenden Geschäftsjahr sind Investitionen von 98 Mio. Euro geplant.

Hintergrund: Thüringer-Energie-Konzern
Seit 2013 ist die Thüringer Energie AG 100prozentig kommunal und als unabhängiger Energieversorger im Freistaat Thüringen operativ tätig. Das Unternehmen ist Muttergesellschaft des Thüringer-Energie-Konzerns. Der Unternehmensverbund setzt sich unter dem Dach der Thüringer Energie AG im Schwerpunkt aus vier 100prozentigen Tochterunternehmen zusammen: TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG, Thüringer Netkom GmbH, TES Thüringer Energie Service GmbH und EMS Energie- und Medienversorgung Schwarza GmbH. An dem Kommunikationsunternehmen encoLine GmbH hält die TEAG 51 Prozent der Anteile.

Als kommunaler Energieversorger setzt der TEAG-Konzern auf seine regionale Verankerung im Freistaat Thüringen und verfolgt einen integrierten Geschäftsansatz. Das Unternehmen ist auf sämtlichen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Das Geschäftsportfolio umfasst die Strom- und Wärmerzeugung, den Betrieb von Strom-, Gas-, Straßenbeleuchtungs- und Datennetzen bis hin zum Vertrieb von innovativen Energieprodukten und Energiedienstleistungen.

84,8 Prozent der Aktien der Thüringer Energie AG werden mittelbar von rund 800 Thüringer Gemeinden und Städten gehalten. 15,2 Prozent der TEAG-Aktien sind im Besitz der Thüga AG, München.

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