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Sauberer Stromspeicher für Agrar-Profis

Donnerstag, 29. September 2016

Thüringer Landwirtschaftsbetrieb schaltet derzeit größten Lithium-Ionen-Speicher für Solarstrom zu - neue Möglichkeiten für Elektromobilität

Dobareuth (29.9.2016). Die Agrargenossenschaft Dobareuth e.G. hat als erster Thüringer Landwirtschaftsbetrieb einen Lithium-Ionen-Speicher für Solarstrom in Betrieb genommen. Der Stromspeicher ist der derzeit größte am Thüringer Stromnetz befindliche Lithium-Ionen-Speicher – und wurde als technische Einheit zusammen mit einer Photovoltaikanlage mit insgesamt 224 Modulen errichtet. Die PV-Module auf dem Dach einer Lagerhalle der Agrargenossenschaft speisen den Sonnenstrom direkt in den Speicher ein. Der gespeicherte Solar-Strom wird dann beispielsweise von den Melkmaschinen des bäuerlichen Betriebes verbraucht. Es werden damit sogenannten Lastspitzen zu Melkzeiten sowie die generellen elektrischen Verbrauchsspitzen am Morgen und in den Abendstunden abgepuffert.

Der Lithium-Ionen-Speicher hat eine Kapazität von 60 Kilowattstunden. Dies reicht aus, um in dem Unternehmen elektrische Geräte und Maschinen mit einer Leistung von 6.000 Watt zehn Stunden lang „auf Batterie“ zu betreiben - oder Geräte mit einer Gesamt-Leistung von 12 kW fünf Stunden laufen zu lassen, bis die Speicherkapazität erschöpft ist. Insgesamt ergibt sich so ein Autarkiegrad des Betriebes von 40 Prozent. Das heißt, um diesen Prozentsatz verringert sich die Menge des bisher aus dem öffentlichen Netz bezogenen Stroms. Neben der Kostenersparnis von 500 Euro ergibt sich auch eine CO2-Einsparung von knapp 29 Tonnen pro Jahr.

Stromspeicher und Mietmodell helfen bei Kostensenkung

Die Agrargenossenschaft Dobareuth hatte beim Einbau des Speichersystems vor allem geringere Kosten beim Stromverbrauch als Ziel. Besonders die Pufferung der Leistungsspitzen zu den Melkzeiten senkt die Kosten spürbar. Zudem kann das Unternehmen dank des Lithium-Ionenspeichers dreimal soviel eigenen Ökostrom selbst nutzen, als es ohne Stromspeicher möglich wäre. „Wir hatten auf der Dachfläche unserer Lagerhalle noch Platz für Photovoltaik-Module. Da war das Mietmodell der KomSolar Service GmbH für uns sehr ansprechend, da so keine Investitionskosten anfallen, sondern nur eine monatliche Anlagenmiete“, erklärt Wolfgang Gräßer, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Dobareuth. „Die Miete wird dann, wie auch bei der normalen Stromrechnung, einmal im Jahr nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet und wenn nötig angepasst. Aufgrund der andauernd niedrigen Milchpreise sind selbst 500 € Ersparnis im Jahr für uns attraktiv.“

KomSolar Service GmbH bietet Stromspeicher als Paketlösung

Für die Agrargenossenschaft Dobareuth hat die KomSolar erstmals eine Stromspeicherlösung in Verbindung einer Photovoltaikanlage für den gewerblichen Einsatz projektiert. Zum einen wurden alle technischen Parameter für den gewerblichen Leistungsbedarf angepasst. Zum Vergleich: Der leistungsstärkste Ökostromspeicher bei einem Privatkunden der KomSolar Service GmbH hat eine Spitzenleistung von 10 kW/h, in Dobareuth beträgt die Speicherkapazität das Sechsfache. Zum anderen nutzt die Agrargenossenschaft Stromspeicher und PV-Anlage über ein Mietmodell. Damit spart sich das Unternehmen hohe Investitionskosten sowie das Betreiberrisiko. Zudem kann die Gesamtanlage zu einem späteren Zeitpunkt auch gekauft werden. Dieses Mietmodell ähnelt durchaus dem gewerblichen Leasing von Maschinen, technischer Ausstattung oder Kraftfahrzeugen.   

Ökostromspeicher unterstützen Elektromobilität

Die Verbindung von leistungsfähigen Photovoltaikanlagen und Stromspeichern ist weiterhin vor allem im gewerblichen Bereich ideal geeignet für eine zusätzliche Nutzung für Elektromobilität. Ganz aktuell bietet die KomSolar Service GmbH dazu Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an. Damit können Elektrofahrzeuge über Nacht mit dem tagsüber gewonnenen und abgespeicherten Solarstrom aufgeladen werden. So hat beispielsweise die Agrargenossenschaft Dobareuth bereits Interesse an einer Ladesäule für Stromfahrzeuge bekundet. In dem Agrarbetrieb werden täglich von Nutzfahrzeugen 50 Kilometer Fahrstrecke zu verschiedensten Anbauflächen absolviert. Diese Entfernungen können von allen derzeit serienmäßig produzierten Elektrofahrzeugen sicher bewältigt werden. 

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