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Einzigartiges Kooperationsprojekt - 19 Energieversorger starten Testbetrieb für Smart Meter Gateway Administration

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Erfurt (12.10.2016). Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW), das am 2. September 2016 in Kraft getreten ist, beschleunigt die Digitalisierung der Energiewirtschaft in Deutschland. Der Gesetzgeber etabliert damit eine Kommunikationsplattform für die Energiewende – die Zähler werden internetfähig. Grund genug für 19 Energieversorger in Thüringen, die damit einhergehenden Herausforderungen und Chancen gemeinsam anzugehen. Das so entstandene Projekt nimmt mittlerweile eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. In diesen Tagen ist der Testbetrieb für die gemeinsame Smart Meter Gateway Administration in Erfurt gestartet.

Das neue Gesetz schreibt vor, dass alle Kunden in Deutschland bis 2032 mit elektronischen Zählern auszustatten sind. Bei Kunden ab 6.000 kWh Verbrauch bzw. bei Einspeisern ab 7 kW Leistung erhält der neue Zähler zudem ein Kommunikationsmodul, das Smart Meter Gateway, mit dem der Zähler internetfähig wird. Dieses Gateway ist leistungsstark und erfüllt höchste Datenschutzanforderungen - die perfekte Schnittstelle für zukünftige Energiedienstleistungen und Mehrwertdienste. Hierin liegt der eigentliche Nutzen für die Kunden.

Grund genug also für die Thüringer Stadtwerke und die TEAG, die Administration dieser Gateways in die eigene Hand zu nehmen und die Kompetenzen hierfür in Thüringen aufzubauen. „Die Potenziale der Gateways sind heute noch nicht absehbar. Daher wäre es fahrlässig, diese zentrale Kundenschnittstelle aus der Hand zu geben“, so Stefan Reindl, Vorstand der TEAG und einer der Projektpartner. „Über das Projekt sind auch mittlere und kleinere Stadtwerke in der Lage, diese Aufgabe in der eigenen Hand zu behalten“, unterstützt Markus Dürr von den Energiewerken Zeulenroda.Herausgekommen ist dabei ein gemeinsames Projekt, das in 2014 als „Thüringer Kooperation im Messwesen“, kurz „TKM“, gestartet ist.

Zusammen bringen die Kooperationspartner rund 1,1 Mio. Strom- und 250.000 Gaszähler auf die Waage. Nach einer Konzeptionsphase in 2015 erfolgte Anfang 2016 die Auswahl geeigneter Dienstleister – Entwicklung und Betrieb der notwendigen Software und Systeme liegen jetzt in der Hand zweier spezialisierter Dienstleister: Bosch bzw. robotron/T-Systems. Und schon ist der nächste Schritt getan: Seit Mitte Juli 2016 läuft der Testbetrieb. Hierzu wurde beim Projektpartner SWE Netz GmbH, Erfurt, ein Testlabor eingerichtet, in dem das Zusammenspiel von Geräten, Software und Kommunikationstechnologien getestet wird. Ab November folgt dann der Feldtest, bei dem alle Partner Geräte bei ausgewählten Testkunden einbauen und im Echtbetrieb testen werden. Nach Abschluss der Testphase erfolgt die finale Auswahl eines der beiden Dienstleister für den Dauerbetrieb, dem die Thüringer nach dem jetzigem Stand des Projekts zuversichtlich entgegen sehen.

Natürlich sind die Thüringer nicht allein mit ihrem Projekt. „Aber“, so sagt Projektleiter Lutz Berger von den Stadtwerken Weimar stolz, „unser Projekt ist in seiner Art einzigartig.“ Eine Einschätzung, die mittlerweile von vielen geteilt wird. So haben es sich die Thüringer auf die Fahne geschrieben, ihre Lösung möglichst offen zu halten und den Kooperationspartnern die größtmögliche Freiheit zu lassen. Das Thüringer Projekt ist das einzige, in dem zwei Softwarelösungen mit einer Vielzahl von Zählern und Gateways parallel getestet werden.

„Dies verschafft uns die Möglichkeit, die Geräte gleichzeitig in einer Vielzahl von Kombinationen zu testen – in der jetzigen Phase der Geräteentwicklung ein großer Vorteil“, so Holger Zscharnt, ebenfalls Projektleiter von der SWE Netz. Ein weiterer Vorteil: In dem Projekt werden die unterschiedlichsten Kommunikationstechnologien wie Mobilfunk, Powerline Communication (PLC) oder CDMA 450MHz getestet. Und so fließen die Ergebnisse auch in die vom Forum Netztechnik/ Netzbetrieb (FNN) im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) koordinierte Testphase für intelligente Messsysteme ein. Für den FNN ist dabei z.B. interessant, dass derzeit exklusiv in diesem Projekt der Wechsel des Messstellenbetreibers und des Gateway-Administrators simuliert werden kann. Und Jörn Lutze, dritter Projektleiter im Bunde, ergänzt: „Das Projekt ist offen für weitere Partner - auch über Thüringen hinaus.“

 

Die Projektpartner

·        Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH

·        Energieversorgung Apolda GmbH

·        Energieversorgung Gera GmbH

·        Energieversorgung Inselsberg GmbH

·        Energieversorgung Nordhausen GmbH

·        Elektrizitätswerk Max Peißker

·        Energiewerke Zeulenroda GmbH

·        EnR Energienetze Rudolstadt GmbH

·        Sömmerdaer Energieversorgung GmbH

·        Stadtwerke Gotha GmbH

·        Stadtwerke Heilbad Heiligenstadt GmbH

·        Stadtwerke Leinefelde GmbH

·        Stadtwerke Meiningen GmbH

·        Stadtwerke Stadtroda GmbH

·        Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis Netz GmbH

·        Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH

·        SWE Netz GmbH

·        Thüringer Energie AG

·        Werraenergie GmbH

 


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