Mittwoch, 27. Mai 2026
Mit einem neuen Versorgungsvertrag ist die Energie- und Medienversorgung der Papierfabrik Jass in Schwarza langfristig abgesichert. Jass und die TEAG-Wärmetochter TWS arbeiten somit auch künftig partnerschaftlich bei der Versorgung der Papierfabrik zusammen – und tragen so zur Standortsicherung von Jass in Schwarza bei.
Schwarza. Nach einer intensiven Verhandlungsphase ist heute in Schwarza / Rudolstadt der neue Versorgungsvertrag zwischen der Papierfabrik Adolf Jass Schwarza GmbH und der TWS Thüringer Energie Service GmbH unterzeichnet worden. Bereits seit 2004 war die TWS - bzw. das Vorgängerunternehmen EMS - Hauptlieferant von Energie und verschiedensten Produktionsmedien für die hochmoderne Papierfabrik Jass in Schwarza. Das Unternehmen produziert am Standort Schwarza Wellpappen-Rohpapier auf Basis von Altpapier und ist Teil der Papierkreislaufwirtschaft für nachhaltige Verpackungslösungen. Von der TWS werden hierfür Energie für den Trocknungsprozess und weitere Produktionsmedien zur Verfügung gestellt. So benötigt die Papierfabrik Dampf in verschiedenen Druckstufen zwischen 4 und 8 bar, Druckluft, Speisewasser, Feuerlöschwasser, destilliertes Wasser - auch Strom wird für Jass bei der TWS erzeugt.
„Die Verlängerung des Versorgungsvertrags ist zugleich eine klare Bestätigung unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der TEAG und der TWS. Eine sichere und verlässliche Energie- und Produktionsmedienversorgung ist für unser Unternehmen von zentraler Bedeutung. Wir freuen uns darauf, die Partnerschaft auch in Zukunft gemeinsam fortzusetzen,“ so Dr. Marietta Jass-Teichmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Jass-Gruppe.
„Der neue Vertrag zur Versorgung der Papierfabrik Jass bringt Planungssicherheit für die TWS für das Kraftwerk Schwarza. Wir wissen jetzt, wie wir unser Kraftwerk und die Wasseraufbereitung in den kommenden Jahren weiterentwickeln und dahingehend investieren werden“, erklärte TWS-Geschäftsführer Rico Bolduan zur Vertragsunterzeichnung. Zudem habe man noch mehr Flexibilität im Vertragswerk, um die Energiebedürfnisse besser an Markt- und Preisentwicklungen anpassen zu können, so Bolduan weiter.
Auch TEAG-Vorstand Dr. Andreas Roß sieht mit dem neuen Vertragsabschluss wesentlich mehr Entwicklungspotential in der Zusammenarbeit zwischen Jass und der TEAG-Tochter TWS: „Wir sehen noch Möglichkeiten im Sinne des Ausbaus der Kreislaufwirtschaft etwa bei der Abwärmenutzung sowohl der Papierfabrik selbst als auch von externen Unternehmen - beispielsweise dem Stahlwerk Thüringen sowie der TVS“.
Die Papierfabrik Adolf Jass Schwarza GmbH zählt mit rund 180 Arbeitsplätzen zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern der Region Rudolstadt-Schwarza. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer sogenannter indirekter Arbeitsplätze bei Serviceunternehmen und Zulieferern; auch im TWS-Kraftwerk Schwarza sind 45 Beschäftigte tätig.