Presse

TEAG weiterhin auf Erfolgskurs

Donnerstag, 26. März 2015

Kommunaler Energiedienstleister schließt Geschäftsjahr 2014 mit solidem Gewinn ab

Erfurt (26.3.2015). Die Thüringer Energie konnte im zweiten Geschäftsjahr unter kommunaler Flagge ihre Marktposition als führender Anbieter von Energie- und Infrastrukturdienstleistungen in Thüringen weiter festigen. In allen Geschäftsfeldern wurden positive Ergebnisse realisiert, der Jahresüberschuss von 92 Millionen Euro lag - beeinflusst durch positive Sondereffekte - über dem Vorjahresniveau. Im laufen-den Jahr plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 90 Millionen Euro und erwartet ein stabiles operatives Ergebnis.

„Trotz der unsicheren energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des schwierigen Marktumfelds steht das Unternehmen operativ auf einem soliden Fundament. Zugleich haben wir mit dem Abschluss des TEAG-Strategieprojektes die wesentlichen Weichen für die Entwicklung vorhandener und neuer Geschäftsfelder im Rahmen der integrierten Wertschöpfung unseres Unternehmens neu gestellt“, erklärte der Sprecher des TEAG-Vorstands, Stefan Reindl, auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Erfurt. Vor dem Hintergrund der durch die Energiewende ausgelösten enormen Struktur-Veränderungen in der Energiewirtschaft, die viele Wettbewerber in wirtschaftlich schweres Fahrwasser getrieben haben, sei ein so erfolgreiches Geschäftsjahr zudem keine Selbstverständlichkeit, so der Energiemanager.

Milder Winter und Strom-Eigenverbrauch beeinflussen Umsatz
Die Gesamtumsatzerlöse des TEAG-Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2014 bei 1.521,9 Millionen Euro (Vorjahr 1.594,5 Mio. €). Der leichte Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die anhaltend milde Witterung, die Steigerung der Energieeffizienz und die Zunahme der Eigenversorgung mit Ökostrom zurückzuführen.

Bilanzgewinn sichert den Kommunen hohe Dividende
Der Konzern-Jahresüberschuss 2014 lag mit 91,9 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 86,3 Millionen Euro. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus Sondereffekten, insbesondere bei Steuern und aus Anlagenabgängen. Der Aufsichtsrat hat am Dienstag den Jahresabschluss festgestellt und empfiehlt der Aktionärsversammlung, aus dem Bilanzgewinn der Thüringer Energie AG eine Dividende von 28,03 Euro pro Aktie auszuschütten.

Der TEAG-Konzern beschäftigte Ende 2014 insgesamt 1.623 Mitarbeiter. Damit ist der Personalstand im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2013 um 246 Mitarbeiter gewachsen. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass für rund 200 ehemalige Leiharbeiter feste Arbeitsplätze geschaffen wurden. Zum Ende des Geschäftsjahres betreute der Konzern zudem 263 Auszubildende (Vorjahr 258). Hiervon werden 145 Auszubildende im Rahmen der Ausbildungsgemeinschaft der Thüringer Energieversorgungs- und Elektrounternehmen ausgebildet.

Rund 10 Prozent des verkauften Stroms selbst erzeugt
2014 hat der Thüringer-Energie-Konzern in seinen konventionellen Kraft-werken insgesamt 472,6 GWh Strom (Vorjahr 481,3 GWh) erzeugt, der überwiegend über den eigenen Vertrieb vermarktet wurde. Diese Strommenge reicht aus, um einen Landkreis mit elektrischer Energie zu versorgen. Ferner wurden 988,7 GWh Wärme und Dampf (Vorjahr 1.104,3 GWh) produziert und abgesetzt.

In eigenen regenerativen Erzeugungsanlagen erzeugte die TEAG 19,6 GWh Öko-Strom. Der Großteil stammt dabei aus Laufwasserkraftwerken an der Werra, gefolgt von Windkraft-Anlagen und eigenen Photovoltaik-Anlagen.

Insgesamt erzeugte die TEAG rund jede zehnte an Kunden gelieferte Kilowattstunde selbst. Die übrigen Strommengen bezog das Unternehmen von verschiedenen Händlern, Beteiligungsunternehmen sowie aus fremden Kraftwerken.

Knapp 16.000 dezentrale Erzeuger speisen ins TEN-Netz ein
Im Geschäftsjahr 2014 wurden weitere 1.089 EEG-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 189,1 MW an das von der TEN Thüringer Energienetze GmbH betriebene Stromnetz angeschlossen. Dabei gingen mehr als 1000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 41,9 MW sowie 61 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 144,4 MW ans Netz.

Insgesamt hat sich in 2014 die Zahl der EEG-Anlagen im Netz der TEN auf 15.526 erhöht. Dies entspricht einer installierten Leistung von 1.905 MW. Somit speisen rund 80 Prozent der in Thüringen installierten EEG-Anlagen ihren Ökostrom ins Netz der TEAG ein.

Witterung und Eigenverbrauch drücken Absatzzahlen
Der Stromabsatz verringerte sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 370,9 GWh auf 6.016,1 GWh. Wesentliche Ursache für den Rückgang waren die Abnahme der durchschnittlichen Kundenverbräuche als Folge eines zunehmenden Eigenverbrauchs von regenerativ erzeugtem Strom und die steigende Energie-Effizienz bei den Verbrauchern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die TEAG insgesamt 3.312,5 GWh Erdgas ab (Vorjahr: 3.585,4 GWh). Der Rückgang resultiert aus den warmen Temperaturen in der Heizperiode. Das Jahr 2014 war das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Schnelles Internet für 170.000 Thüringer
Im Bereich Telekommunikation stand das abgelaufene Geschäftsjahr abermals im Zeichen des intensiven Ausbaus des Glasfasernetzes. Seit 2009 hat die Thüringer Netkom GmbH 339 Orte in Thüringen im ländlichen Raum, davon allein 78 im Jahr 2014, mit Glasfaser erschlossen. Hierdurch wird rund 170.000 Einwohnern der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht.

2015: Weitere 90 Millionen für den Ausbau der Netze
Der Thüringer-Energie-Konzern ist im Freistaat einer der Haupttreiber der Energiewende. Bedingt durch die wachsende Anzahl dezentraler Erzeu-gungsanlagen in Thüringen stellen der Ausbau und die weitere Automatisierung des Netzes wesentliche Investitionsschwerpunkte in den nächsten Jahren dar. Durch diese Investitionen will die TEAG auch in Zukunft den Umbau der Energieversorgung in Thüringen erfolgreich und aktiv mitgestalten. Für das Geschäftsjahr 2015 sind Investitionen von rund 90 Millionen Euro geplant.

Die wirtschaftliche Entwicklung des TEAG-Konzerns wie auch der Energieunternehmen in Deutschland wird stark von der Umsetzung des EEG sowie den energiepolitischen Entscheidungen und Gesetzesänderungen des Jahres 2015 beeinflusst werden. Dennoch rechnet die TEAG auch in 2015 mit einer stabilen Entwicklung des operativen Ergebnisses.

Hintergrund: Thüringer-Energie-Konzern
Seit der Kommunalisierung 2013 ist die Thüringer Energie AG unabhängiger Energieversorger im Freistaat Thüringen und als kommunales Energiedienstleistungsunternehmen operativ tätig. Das Unternehmen ist Muttergesellschaft des Thüringer-Energie-Konzerns. Der Unternehmensverbund setzt sich unter dem Dach der Thüringer Energie AG im Schwerpunkt aus vier 100prozentigen Tochterunternehmen zusammen: TEN Thüringer Energienetze GmbH, Thüringer Netkom GmbH, TES Thüringer Energie Service GmbH und EMS Energie- und Medienversorgung Schwarza GmbH.

Als kommunaler Energieversorger setzt der TEAG-Konzern auf seine regionale Verankerung im Freistaat Thüringen und verfolgt einen integrierten Geschäftsansatz. Das Unternehmen ist auf sämtlichen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Das Geschäftsportfolio umfasst die Strom- und Wärmerzeugung, den Betrieb von Strom-, Gas-, Straßenbeleuchtungs- und Datennetzen bis hin zum Vertrieb von innovativen Energieprodukten und Energiedienstleistungen.

84,8 Prozent der Aktien der Thüringer Energie AG werden mittelbar von rund 800 Thüringer Gemeinden und Städten gehalten. 15,2 Prozent der TEAG-Aktien sind im Besitz der Thüga AG, München.

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