Guido Werner/TEAG

Energieberatung bei der TEAG: Matthias Pfütsch im Gespräch

Über Stromfresser, Verbrauchswerte und 45 Jahre Energiewelt

Matthias Pfütsch kennt den Moment, den viele Kundinnen und Kunden fürchten: Die Jahresrechnung kommt und der Betrag erschreckt. Dabei steckt die Antwort oft schon längst im Zähler. Als TEAG-Mitarbeiter mit 45 Jahren Erfahrung weiß der Energieexperte: Wer rechtzeitig hinschaut, kann Energiefresser erkennen und Kosten sparen. Im Gespräch erzählt er, worauf es wirklich ankommt und wie er selbst zum Energieexperten wurde.

Mit dem Geruch vom Trafoöl die TEAG-Karriere gestartet

Als Matthias Pfütsch seine Ausbildung zum Elektromonteur begann, war die Energiewelt eine andere. Sein erster Einsatzort: Eisfeld damaliger Meisterbereich Hildburghausen. Was ihm bis heute im Gedächtnis geblieben ist, ist ausgerechnet ein Geruch. „Der Geruch vom Trafoöl in der Trafostation, das hat mich sofort fasziniert“, erzählt er. Was sich hinter Trafostationen und Umspannwerken verbirgt, war für ihn eine Welt für sich, und genau diese Neugier, wie Energie eigentlich verteilt wird, hat ihn nie wieder losgelassen.

Nach der Ausbildung und dem Grundwehrdienst absolvierte Pfütsch sein Ingenieursstudium Elektroenergieanlagen und arbeitete zunächst im Netz, als Ingenieur für Störungsbearbeitung. Mit der Wende kam die Energieberatung als neues Arbeitsfeld dazu, mit dem Unbundling rund um die 2010er-Jahre der nächste Einschnitt: Matthias Pfütsch wechselte vom Netz in den Vertrieb und betreute fortan Handwerksbetriebe, verbunden mit einem Ortswechsel von Meiningen nach Erfurt. Zwei Stunden Fahrtzeit, jeden Tag. „Wir hatten Fahrgemeinschaften mit den Kollegen und haben uns daran gewöhnt“, sagt er. Mit dem Ausbau der Autobahn A71/A73 habe sich die Fahrtzeit später fast halbiert, heute arbeitet er oft im Homeoffice. „Diese flexible Arbeitszeitregelung ist in meinem Alltag wirklich Gold wert – bringt zusätzliche Lebenszeit und Umweltentlastung zugleich.“

Was ihn all die Jahre bei der TEAG gehalten hat? „Die vielen neuen Herausforderungen im Energiealltag haben mich immer motiviert, mit dabei sein zu dürfen, wenn es mal wieder Neuheiten zu bewältigen gab, für die es keine fertigen Rezepte gab“, sagt er. Die TEAG habe ihm dabei immer wieder neue Türen geöffnet, als sicherer Arbeitgeber in einer Branche, die ihn bis heute fasziniert.

Man muss nur rechtzeitig hinschauen – Warum Verbrauchswerte wichtiger sind als Abschläge

Aus seiner langjährigen Erfahrung kennt Matthias Pfütsch die größte Schwachstelle vieler Haushalte: „Die größte Schwachstelle ist nicht der Verbrauch selbst, sondern der Zeitpunkt, an dem man ihn bemerkt.“ Sein Rat ist klar: „Wer erst bei der Jahresendabrechnung reagiert, kann rückwirkend nichts mehr beeinflussen.“ Statt auf die Abschläge zu schauen, sollten Kunden die Verbrauchswerte regelmäßig mit dem Vorjahr vergleichen. So lassen sich außergewöhnliche Verbrauchssituationen oder neue Stromfresser frühzeitig erkennen.

Digitale Stromzähler: Tages- und Wochenwerte nutzen

Wer neue digitale Zähler installiert bekommen hat, sollte den alltäglichen Verbrauch im Blick behalten, rät Pfütsch. Eine moderne Messeinrichtung zeigt Zählerstand und aktuelle Leistung und speichert Verbräuche nach Tagen, Wochen, Monaten und Jahren, PIN-geschützt und nur lokal abrufbar. Ein intelligentes Messsystem liefert zusätzlich zeitaufgelöste Viertelstundenwerte und überträgt alle Daten verschlüsselt automatisch. Wer einen modernen Zähler im Keller hat, kann Tages-, Wochen- und Monatswerte direkt ablesen und so Energiefresser erkennen, bevor sie teuer werden. Aber auch bei analogen Zählern gibt es eine Lösung: „Durch tägliches oder wöchentliches Aufschreiben und Auswerten der Verbräuche kann man Einfluss auf den weiteren Verbrauch nehmen oder sogar Energiefresser erkennen, die man nicht auf dem Schirm hat.“

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Viele Haushalte machen den gleichen Fehler: Sie analysieren ihren Energieverbrauch erst dann, wenn die Jahresendabrechnung kommt. „Dann ist es für diese verbrauchten Energiemengen aber zu spät, weil man rückwirkend nichts mehr beeinflussen kann“, erklärt Pfütsch. Sein Tipp: „Probleme muss man nicht immer kompliziert machen, wenn es auch einfachere Wege gibt.“ Statt zu warten, sollten Kunden regelmäßig ihre Verbrauchswerte prüfen, besonders, wenn neue Geräte installiert wurden oder sich die Lebenssituation geändert hat.

Was macht ein Energielotse bei der TEAG?

Guido Werner/TEAG

Heute profitiert Matthias Pfütsch von seiner langjährigen Erfahrung zu allen Energieanwendungsfragen und unterstützt den Kundenservice bei nicht standardisierten Anfragen. „Ich fungiere als Energielotse und finde für die Kunden den richtigen Ansprechpartner im Hause TEAG oder bei unseren Tochter- und Partnerunternehmen“, sagt er. Zudem ist er bei kommunalen Wärmeplanungsveranstaltungen, Bürgerdialogen und Messen wie der Thüringen-Ausstellung für Endverbraucher im Einsatz. Auch seine eigene Arbeitswelt hat sich dabei gewandelt: Onlineprodukte werden heute vom Angebot bis zum Vertragsabschluss digital abgewickelt, selbst Zählerablesungen laufen längst automatisiert über intelligente Messsysteme.

Als Energieberater weiß er: "Die größte Schwachstelle ist nicht der Verbrauch selbst, sondern der Zeitpunkt, an dem man ihn bemerkt." Sein Ansatz ist pragmatisch: "Ich helfe den Kunden, ihre Verbrauchswerte zu verstehen und Lösungen zu finden, die nicht kompliziert sein müssen."

Für Kundinnen und Kunden, die ihre Verbrauchswerte online im Blick behalten möchten, hat Pfütsch einen klaren Tipp: "Ich empfehle das neue Kundenportal. Da kann man Verbräuche, Abschläge und Abrechnungen zu Strom und Erdgas einfach und schnell finden und darauf zugreifen."  Zusätzlich bietet die TEAG auf ihrer Website weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Energie.