Bild: Heizkörper mit 50-Euro-Scheinen
Ekkehard Winkler/trurnit

Bundesförderung effiziente Wärmenetze

Eine Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Kommunen dabei, energetische Anforderungen an ihre Gebäude zu erfüllen. 

Effiziente Wärmenetze mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien leisten einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Energiewende und entlasten zudem die Anwohner, eigene Heizanlagen modernisieren zu müssen. Mit der „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze – Wärmenetze 4.0“ des BAFA ist es für Kommunen und kommunale Wohnungsbaugesellschaften attraktiv, die energetischen Anforderungen an ihre Gebäude  zu erfüllen. Kern des Förderregimes sind drei Fördermodule: 

Modul I: Machbarkeitsstudien und Transformationspläne  

Machbarkeitsstudien neuer Wärmenetze und Transformationspläne bestehender Wärmenetze werden mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt, maximal mit 600.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die Wärmenetze 75 Prozent  erneuerbare Energien nutzen. 

Modul II: Investitionen 

Investitionen in Wärmenetze 4.0 bezuschusst der Bund mit 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 50 Mio. Euro je Projekt. Für Solarthermieanlagen und Wärmepumpen in Wärmenetzen ist eine Betriebskostenförderung für die ­ersten zehn Betriebsjahre möglich. 

Modul III: Einzelmaßnahmen 

Auch schnell umsetzbare Einzelmaßnahmen zur Verbesserung von Wärmenetzen, wie die Integration von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Biomassekessel, Wärmespeicher und Wärmeübergabestationen, werden gefördert. Die Förderquote liegt ebenfalls bei 40 Prozent und maximal 50 Mio. Euro. 

Mit der „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ werden ausschließlich Netze mit mehr als 16 Gebäuden und mehr als 100 Wohneinheiten gefördert. Kleinere Wärmenetze können im Rahmen der „Bundesförderung effiziente Gebäude“ als Gebäudenetze gefördert werden.