Bild: Zentrale der TEAG
TEAG

Stabiles Ergebnis in 2020

Gute Nachricht für die kommunalen Anteilseigner: Die TEAG legt für 2020 erneut ein positives Jahresergebnis vor. Erfolgreiche Geschäftsbereiche und neue Innovationsprojekte sorgen für eine vielversprechende Zukunftsperspektive. 

Erstes Corona-Jahr erfolgreich gemeistert

Das Geschäftsjahr 2020 war wegen der Corona-Pandemie kein normales Jahr: Trotz sinkendem Wirtschaftswachstum und erheblicher Einschränkungen für die Mitarbeiter auf allen Ebenen konnte der TEAG-Konzern die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 79 Mio. Euro im Vergleich zu 2019 auf 1,927 Mrd. Euro leicht steigern und den Gewinn nach Steuern mit 74,6 Mio. Euro nahezu stabil halten. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Vorstand. „Mit einem Jahresüberschuss von fast 75 Mio. Euro übertreffen wir leicht unseren Plan für 2020. Alle Geschäftsfelder des Unternehmens haben positiv zum Ergebnis beigetragen. Auch unter den erschwerten Bedingungen durch die Pandemie konnte die TEAG wieder alle wirtschaftlichen Vorgaben erfüllen, welche 2012 die Grundlage für die Kommunalisierung der TEAG darstellten“, so TEAG-Vorstandssprecher Stefan Reindl bei der Vorstellung des Jahresabschlusses für das Corona-Jahr 2020. 

Erweiterte „Fünf-Netze-Strategie“ 

Der Blick auf das Pandemie-Jahr 2020 zeigt auch, dass der TEAG-Konzern auf die kommenden Herausforderungen gut vorbereitet ist. Der europäische „Green Deal“ und das neue Ziel der Klimaneutralität bis 2050 werden in den nächsten Jahren weitere Transformationsschritte erfordern, die vor Ort umgesetzt werden müssen. Mit ihrer „Fünf-Netze-Strategie“ mit Strom, Erdgas, Glasfaser, Wärme und Straßenbeleuchtung, erweitert um ein 450-MHz-Funknetz für die Netz-Betriebsführung und Datenkommunikation intelligenter Messsysteme sowie ein umfassendes Ladesäulennetz, hat die TEAG rechtzeitig die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Geschäftsentwicklung gestellt. So haben alle Konzernbereiche nicht nur eine schnelle Anpassungsfähigkeit bewiesen und eine sichere Energieversorgung unter Krisenbedingungen gewährleistet. Auch die Wachstums- und Digitalprojekte wurden unter erschwerten Bedingungen unter anderen im Messwesen, der Breitbanderschließung und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur planmäßig vorangetrieben.

Erfolgreich in Zukunftssegmenten 

Vor allem in den ländlichen Regionen hat die TEAG-Kommunikationstochter Thüringer Netkom GmbH den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur weiter forciert. Im Zuge des „Weiße-Flecken-Programms“ der Bundesregierung konnte die Thüringer Netkom Glasfaserausbauverträge mit einer Gesamtsumme von mehr als 160 Mio. Euro unterzeichnen. 

Die Thüringer Mess- und Zählerwesen Service (TMZ), an der die TEAG beteiligt ist, hat mittlerweile 88.000 digitale Zähler eingebaut – und erste Funk-Gateways auf 450-MHz-Basis installiert. 

Weiter gewachsen ist 2020 auch das thüringische Ladenetz für E-Fahrzeuge. So verfügte das öffentliche Ladenetz, das die TEAG und die Thüringer Stadtwerke gemeinsam betreiben, zum Jahresende 2020 über 702 öffentlich zugängliche Ladepunkte – das ist ein Anstieg um fast 200 Ladepunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im Fokus steht hierbei superschnelles Laden mit Ladeleistungen von 300 kW, das nach einer Ladezeit von nur 20 Minuten 300 Kilometer Fahrstrecke ermöglicht.  

Ein wichtiger Meilenstein war zudem die Grundsteinlegung für das Thüringer Rechenzentrum. Seit seiner Fertigstellung im September 2021 erfüllt das Rechenzentrum höchste Sicherheitsnormen und stellt Kunden wie dem Thüringer Freistaat Kapazitäten und Rechenleistung zur Verfügung. Weitere Nutzer sind Kommunen und Landkreise, Banken, Versicherungen, Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens oder Unternehmen aus dem Online-Handel und der Telekommunikation sowie Energieversorger.

Investitionen auf Rekordniveau 

Auch bei den Investitionen hat sich die TEAG im Geschäftsjahr 2020 von der Pandemie kaum beeinträchtigen lassen. Die Gesamtinvestitionen lagen mit 168 Mio. Euro nur unwesentlich unter dem geplanten Investitionsbudget. Der größte Anteil entfiel mit knapp 66 Mio. Euro auf Investitionen in das Thüringer Stromnetz. So begann die TEAG-Netztochter TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG mit dem umfassenden Ersatzneubau der 110-kV-Schaltanlage im Umspannwerk Hermsdorf. Die weiteren Investitionen verteilten sich auf die Sparten Erdgasnetz, Erzeugung, Telekommunikation, Messsysteme und Straßenbeleuchtung.