Bildmontage aus Marktentwicklungskurven und Strommasten
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Informationen zur Energiekrise

Viele Menschen sind durch die aktuellen Entwicklungen am Energiemarkt beunruhigt. Auf dieser Seite fassen wir für Sie Fragen und Antworten zu den wichtigsten Themen zusammen.

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Aktuelle Informationen zur Marktlage in Deutschland

Gashahn mit Erdgas-Rohrleitungssystem
NiseriN/istockphoto.com

Die Bundesregierung hat zur Entlastung der Gaskunden eine sog. Gaspreisbremse bzw. einen Gaspreisdeckel beschlossen – dieser soll auch für direkte Fernwärmekunden der TEAG bzw. der TWS Thüringer Fernwärme Service GmbH wirksam werden. Die ursprünglich geplante Gasumlage zur Dämpfung der Gaspreise wurde von der Bundesregierung kurzfristig zurückgezogen – sie sollte ursprünglich ab 1. Oktober 2022 wirksam werden.

Am 2.11.2022 hat die Bundesregierung das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) auf dem Weg gebracht, mit dem Verbraucher im kommenden Winter entlastet werden sollen. Als Überbrückung zum Gaspreisdeckel, der ab März 2023 gelten soll, wird der Staat im Dezember 2022 die Abschlagszahlung für Erdgas- und Fernwärmekunden übernehmen. Je nachdem, wie Sie als Kunde Ihre Abschlagszahlungen leisten (SEPA-Lastschrift, Überweisung, etc.) wird der Abschlag entweder nicht eingezogen oder Sie dürfen Ihre Zahlung aussetzen. Kunden, die ihren Dezember-Abschlag dennoch bezahlen, bekommen diesen auf der Jahresendabrechnung entsprechend verrechnet. Detaillierte Informationen zu den geplanten Soforthilfen stellt auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bereit.

Weiter wird ab 1. März 2023 (eventuell sogar schon ab 1. Februar 2023) eine Begrenzung / Deckelung des Gaspreises auf 12 Cent pro Kilowattstunde (brutto) eingeführt. Diese Deckelung wird für 80 Prozent des durchschnittlichen Gasverbrauches der Kunden wirksam sein. Berechnungsgrundlage ist dabei der Gasverbrauch des Vorjahres 2022. Alles über 80 Prozent wird zum jeweiligen höheren Marktpreis abgerechnet.

Entlastungen analog zur Gaspreisbremse wurden von der Bundesregierung auch für den Stromsektor beschlossen. Hier soll nach aktuellen Vorschlägen eine Deckelung des Kilowattstundenpreises auf 40 Cent (brutto) für 80 Prozent des Stromverbrauchs erfolgen. Berechnungsgrundlage ist hierbei ebenfalls der Durchschnittsverbrauch des Vorjahres 2022. Alles über 80 Prozent wird ebenfalls zum jeweiligen höheren Marktpreis abgerechnet.

Seit Juni 2022 gilt in Deutschland die sogenannte „Alarmstufe“, die zweite Stufe des Notfallplans Gas. Hauptgrund war laut dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) der Vorrang für die gesetzlich vorgeschriebene Befüllung der deutschen Gasspeicher für den beginnenden Winter. Die Befüllung der Gasspeicher ist mittlerweile fast vollständig erfolgt. Aktuell ist die Gasversorgung weiterhin gewährleistet, mit Blick auf die nächsten Monate jedoch unverändert kritisch. Die benötigten Gasmengen können derzeit noch am Markt beschafft werden. Größte Herausforderung sind die stark gestiegenen und sehr volatilen Beschaffungspreise. Die weitere Preisentwicklung ist aktuell nicht absehbar.

Aufgrund der Preisentwicklung und der aktuellen Reduzierung der Erdgaslieferungen nach Deutschland durch Russland/ Gazprom auf Null hat die Bundesregierung Anfang Juni bereits alle Bürger mit einer Kampagne zum Energiesparen aufgerufen – besonders im Hinblick auf den Gasverbrauch. Wer diesen Aufruf unterstützen will, kann seinen Wärmeverbrauch im Haushalt ohne großen Komfortverzicht deutlich einschränken. Auch in Unternehmen sind zahlreiche Einsparungen möglich, in vielen Fällen ohne Einschränkungen der Produktion.
Selbst kleine Einsparungen können eine große Wirkung entfalten, wenn möglichst viele Verbraucher einen Teil beitragen.

  • Was regelt das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) konkret?

    Grafik zur Umstetzung des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz
    TEAG

    Um private Haushalte und kleinere Gewerbekunden kurzfristig zu entlasten, hat sich die Bundesregierung für eine einfache und pragmatische Lösung entschieden: Gaskunden erhalten für den Monat Dezember 2022 Anfang Januar 2023 eine staatliche Soforthilfe, die sich an den monatlichen Abschlägen orientiert. Die TEAG wird daher den im Dezember fälligen Abschlag nicht einziehen. Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen, beispielsweise über einen Dauerauftrag, müssen Sie die Abschlagszahlung für Dezember 2022 nicht leisten.

    Die endgültige Höhe der Soforthilfe wird dann einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Gaspreis, entsprechen. In Ihrer nächsten Jahresabrechnung, die den Verbrauch des Monats Dezember 2022 enthält, wird der endgültige Erstattungsbetrag mit dieser vorläufigen Entlastung verrechnet.

  • Für wen gelten die Entlastungen?

    Von den Hilfen profitieren automatisch alle privaten Haushalte und Gewerbekunden bis zu einem Jahresverbrauch von 1.500.000 kWh.

    Die Soforthilfe erhalten aber auch größere Unternehmen und Einrichtungen. Hier beträgt die Entlastung ein Zwölftel des individuellen Jahresverbrauchs der Monate November 2021 bis einschließlich Oktober 2022. Unabhängig vom Verbrauch werden auf diese Weise zudem gezielt größere Verbraucher entlastet, wie die Wohnungswirtschaft sowie beispielsweise Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen und Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Allerdings müssen diese Unternehmen bzw. Einrichtungen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 kWh uns bis zum 31. Dezember 2022 erklären, dass die Voraussetzungen für den Anspruch auf Soforthilfe gemäß § 2 Abs. 1 Satz 4 EWSG vorliegen, um von der Soforthilfe profitieren zu können.

  • Wie hoch wird die Entlastung für einen Haushaltskunden sein?

    Die endgültige Höhe der vom Bund finanzierten Soforthilfe entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 gültigen Gaspreis, sowie der Höhe der auf den Monat Dezember entfallenden anderen Preiselemente.

    Beispiel:
    Eine Familie hatte im September 2022 einen prognostizierten Jahreserdgasverbrauch von 15.000 kWh und im Dezember 2022 gilt ein vertraglich vereinbarter Verrechnungspreis von 0,1758 Euro/kWh sowie ein Grundpreis von 79,94 Euro/Jahr. Der Dezemberabschlag beträgt 230,00 €.

    Im Dezember 2022 zahlt die Familie zunächst keinen Abschlag für Erdgas und wird mit 230,00 € vorläufig entlastet. In der nächsten Jahresendabrechnung wird dann ein Zwölftel des dem Septemberabschlag zugrunde gelegten Jahresverbrauchs, verrechnet mit dem im Dezember geltenden Preis, sowie ein Zwölftel des Grundpreises als endgültiger Entlastungsbetrag in Ansatz gebracht. Der im Dezember nicht gezahlte Abschlag wird gegengerechnet. Damit ergäbe sich in diesem Beispielfall eine tatsächliche endgültige Entlastung von 226,41 Euro [(1/12 * 15.000 kWh *0,1758 Euro/kWh) + (1/12 * 79,94 Euro/Jahr)].

  • Wie kommt die Entlastung bei Mietern an?

    Viele Mieter haben kein direktes Vertragsverhältnis mit dem Gaslieferanten noch einen eigenen Gaszähler. Die Abrechnung erfolgt hier über den Vermieter, der für seine Mieter eine Betriebskostenabrechnung erstellt. Sofern der Vermieter die monatlichen Vorauszahlungen für Betriebskosten noch nicht an die gestiegenen Preise im Jahr 2022 angepasst hat, wird die Entlastung einfach der nächsten Betriebskostenabrechnung verrechnet, sodass zu erwartende Nachzahlungen deutlich geringer ausfallen dürften. Mieter, bei denen die Vorauszahlung bereits angepasst wurde, müssen den Erhöhungsbetrag für Dezember 2022 nicht an ihren Vermieter zahlen. Bei neu geschlossenen Mietverträgen müssen Mieter im Dezember 2022 nur drei Viertel der geplanten Betriebskosten zahlen.

  • Ich zahle meine Abschläge selbst per Dauerauftrag oder Überweisung. Was muss ich im Dezember beachten?

    Im Dezember 2022 übernimmt der Staat Ihren Abschlag. Sie müssen also keine Überweisung für den Dezember vornehmen. Falls Sie Ihren Dauerauftrag nicht anpassen wollen oder die Anpassung vergessen haben, ist das kein Problem. Ihre Einzahlung wird Ihrem Kundenkonto gutgeschrieben und im Rahmen der nächsten Jahresabrechnung berücksichtigt.

  • Reichen die staatlichen Hilfen aus, meine Energiekosten konstant zu halten?

    Nein. Ein vollständiger Ausgleich ist angesichts der historischen Dimensionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energiekosten bewegen, nicht möglich. Allein die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Gas und Strom zahlen müssen, haben sich gegenüber Anfang 2021 fast verzwölffacht. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass Strom und Wärme in den kommenden Jahren teuer bleiben wird. Umso wichtiger ist es, sparsam mit Energie umzugehen. Unter der Rubrik „Was kann ich selbst beitragen?“ finden Sie entsprechende Ideen und Hinweise.

  • Was wird aus der angekündigten Gasumlage?

    Ursprünglich sollten ab dem 1. Oktober 2022 vier Umlagen für die Gasbeschaffung, -speicherung, -bilanzierung und -konvertierung staatlich erhoben werden. Die Umlage zur Gasbeschaffung wurde am 29. September durch die Bundesregierung zurückgenommen, wodurch sich die zusätzliche Kostenbelastung für unsere Erdgas-Kunden deutlich reduziert.
     
    Als Kunde der TEAG müssen Sie nicht aktiv werden. Anders als im Preisanpassungsschreiben mitgeteilt, wird die Gasbeschaffungsumlage nicht auf Ihre Erdgasrechnung aufgeschlagen.
     
    Die verbleibenden Umlagen für die Gasspeicherung, -bilanzierung und -konvertierung wirken sich in folgender Höhe auf Ihre Erdgas-Abrechnung aus:

      Netto in ct/kWh* Brutto bei 7% USt. in ct/kWh*
    1. November bis 31. Dezember 2022 +0,869 +0,930
    ab 1. Januar 2023** +0,667 +0,714

     

    * Erhöhung auf die vertraglich bis zum 31. Oktober 2022 vereinbarten Arbeitspreise. Der Grundpreis bleibt gleich.

    ** Sollte die Höhe der Speicherumlage ab 1. Januar 2023 vom aktuell festgelegten Wert abweichen und sich daraus ein abweichender Bruttoaufschlag auf Ihre Arbeitspreise ergeben, informieren wir Sie in einem erneuten Preisanpassungsschreiben.

  • Wann kommt die Umsatzsteuer-Senkung?

    Ab dem 1. Oktober ist die Umsatzsteuer auf Erdgas und Energielieferungen über Fernwärmenetze von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Diese Reduzierung ist befristet bis zum 31. März 2024. Aus unserer Sicht ist dieser Schritt sinnvoll. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Kosten für die Kunden zu reduzieren, ist begrüßenswert und wird 1:1 an unsere Kunden weitergereicht.

  • Ist die Energieversorgung sicher? Was passiert, wenn ein Lieferstopp anhält? Wie wahrscheinlich ist ein Blackout in Thüringen?

    Die Gefahr eines Blackouts schätzen wir im Bereich Strom derzeit als sehr gering ein, bzw. halten dieses Szenario für sehr unwahrscheinlich. Bei Strom gibt es diverse Sicherungsmechanismen – es könnten hier höchsten sehr heftige Wetterextreme eine Rolle spielen. Hier sehen wir eher – wenn überhaupt - den Fall zeitweiser, geplanter, regionaler Abschaltungen. 
    Ein Ausfall bzw. Blackout ist beim Gas wiederum eher als realistisch zu betrachten. Hier sehen wir aber erste Zeichen der Entspannung in der Gasverfügbarkeit. Die weggefallenen russischen Gasmengen konnten inzwischen weitgehend kompensiert werden – zudem sind die Speicher zu 100 Prozent gefüllt. Trotzdem ist in diesem Zusammenhang der Appell der Bundesregierung unverändert sinnvoll, dass jeder Haushalt eine 14-tägige Notration an Essen und Getränken vorhält, um solche Extremsituationen abzufedern, denn im Ernstfall kann so eine Situation sehr schnell und ohne lange Vorwarnzeit eintreten. 

  • Was passiert, wenn sich die Lage verschlechtert? Was ist der Notfallplan?

    Sollte die Gasversorgung weiter eingeschränkt werden, wird die dritte Stufe des „Notfallplans Gas für die Bundesrepublik Deutschland“ ausgerufen. Der Plan beinhaltet weitere Maßnahmen für Gasversorger, Netzbetreiber und Behörden.

     

    Privathaushalte zählen neben sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern zu den „geschützten“ Kunden, deren Versorgung auch bei einer weiteren Verschärfung der Situation und der Ausrufung der „Notfallstufe“ soweit wie irgend möglich sichergestellt wird. Dennoch können auch für diese geschützten Kunden in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung Versorgungsengpässe künftig nicht vollständig ausgeschlossen werden.

  • Was bedeutet die Alarmstufe und welche Auswirkungen hat das für mich als Privatkunde?

    Die Alarmstufe besagt, dass die Versorgung Deutschlands mit Gas aktuell eingeschränkt ist. Es ist die zweite von drei Krisenstufen. Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preisniveau am Gasmarkt. In dieser Stufe ist die Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Gas weiter abgesichert. Das ist möglich durch Maßnahmen wie beispielsweise der Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher oder die Optimierung von Lastflüssen.

  • Welche Maßnahmen hat die TEAG zur Vorsorge und Absicherung getroffen?

    Die TEAG hat den Gasspeicher in Allmenhausen/Nordthüringen bereits vor Beginn der Heizperiode vollständig gefüllt. Dieser könnte Thüringen für 14 Tage bei Wintertemperaturen versorgen. Die Stromerzeugung der TEAG in den eigenen Heizkraftwerken ist abgesichert. Auch in der kaufmännischen Beschaffung sind ausreichend Strommengen zur Absicherung eingekauft worden – teilweise auch zu höheren Preisen. Weiter sind alle Aktivitäten zum Anschluss von Erzeugern erneuerbarer Energien verstärkt worden. Zudem hat die Netzführung sensible Notfallpläne erstellt und bereits getestet, um jederzeit rund um die Uhr auf Veränderungen in den vorgelagerten Netzen für Strom und Gas reagieren zu können.

  • Wann ist die Krise überstanden?

    Es wird davon ausgegangen, dass wir die kommenden beiden Winter Probleme mit einer angespannten Lage haben werden – also bis 2024 aber das Gröbste überstanden ist. Es werden gerade mit Hochdruck neue LNG-Terminals für die Lieferung von verflüssigtem Erdgas direkt in Deutschland gebaut. Damit sollen die Ausfälle aus den russischen Lieferungen über NordStream 1 ersetzt werden. Weiterhin ist davon auszugehen, dass dann auch die umfassenden Reparaturen an den französischen Atomkraftwerken erledigt sind – und die erzeugte Strommenge im europäischen Verbundnetz wieder steigt. 

  • Warum sind die Energiepreise in den letzten Monaten so extrem stark gestiegen?

    Bereits im Herbst 2021 haben die Energiepreise deutlich angezogen. Diese so nicht absehbare Entwicklung stellt die Energiewirtschaft vor Herausforderungen in einer ganz neuen Dimension. Ganz konkret ist der Preisbestandteil, der für die Beschaffung von Energie notwendig ist – also das, was die TEAG im Handel für Strom und Erdgas bezahlen muss – bereits seit Herbst 2021 sprunghaft angestiegen. Zu diesem Zeitpunkt war das im Wesentlichen eine Folge der Corona-Pandemie, denn der Energiebedarf ist in vielen Ländern vor allem Asiens wieder hochgefahren. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich die Situation auf den Energiemärkten weiter verschärft, denn Russland hat die Gas-Lieferungen über die Pipeline Nordstream 1 erst deutlich reduziert und aktuell sogar eingestellt. Dadurch fehlen auf dem deutschen Gas-Markt rund ein Drittel des üblicherweise zur Verfügung stehenden Gases. Um die Versorgung mit Gas dennoch weiter zu gewährleisten, muss Ersatz zu den aktuell enorm hohen Preisen beschafft werden.

    Balkendiagramm Preiszusammensetzung TEAG.Gas extra
    TEAG
  • Wo klettern die Preise noch hin? Gibt es eine Grenze?

    Die TEAG kann die zukünftigen Entwicklungen nicht abschätzen. Schon jetzt befinden sich die Energiepreise auf einem Niveau, das vor ein paar Monaten niemand für möglich gehalten hätte. Theoretisch gibt es kein Limit, praktisch wird die Politik vermutlich irgendwann mit Preisdeckeln eingreifen müssen.

  • In den Medien wird oft von Übergewinnen der Energiekonzerne gesprochen. Profitiert die TEAG von den gestiegenen Strom- und Gaspreisen?

    Nein, die TEAG profitiert nicht von den aktuell hohen Energiepreisen. Da die TEAG über keinerlei eigene Energiequellen verfügt (bspw. Erdgasvorkommen etc.), kaufen wir Strom und Gas von Vorlieferanten, spezialisierten Energiehändlern und auch an der Leipziger Strombörse. Wir haben also bereits bei unserem Energieeinkauf das deutlich gestiegene Preisniveau zu verzeichnen – und müssen diese Preise dann leider an unsere Kundschaft weitergeben. Die hohen Kosten betreffen uns also ebenfalls.

    Durch den sogenannten Trancheneinkauf – also zeitlich gestaffelten Energieeinkauf – müssen wir das sehr hohe Preisniveau an den Energiemärkten noch nicht 1:1 auf die Endkundenpreise umschlagen. Der zeitliche versetzte Einkauf puffert aktuell noch die extrem hohen Preise für die Endkunden.

  • Wie erfahre ich, dass ich mehr zahlen muss?

    Der TEAG ist die persönliche Ansprache von Kunden wichtig. Unsere Kunden werden daher grundsätzlich per Brief mit sechs Wochen Vorlaufzeit über Preisanpassungen informiert.

  • Was ist mit Kunden mit Preisgarantien/ langfristigen Verträgen (Privat und Unternehmen)?

    Preisgarantien haben grundsätzlich Bestand. Sie beziehen sich allerdings nur auf den Preisbestandteil der Energie, nicht auf Steuern, Umlagen und Abgaben, die vom Staat erhoben werden. Diese sind von der Preisgarantie ausgenommen. In Verträgen mit Preisgarantie werden den Kunden für eine bestimmte Laufzeit feste Preise und eine feste Abnahmemenge vereinbart. Die TEAG kauft diese Energiemengen für die jeweilige Laufzeit bereits bei Vertragsabschluss. Daher fallen weder für die TEAG noch für die Kunden deutliche Mehrkosten an.
    Bei einigen Mitbewerbern ist es üblich, Energie für Festpreiskunden mit nur einigen Wochen Vorlauf zu kaufen, was bei den aktuellen Energiepreisen zu erheblichen Problemen führen kann. Dieses Modell wird von der TEAG nicht praktiziert. 

  • Müssen TEAG-Kunden Sperrungen bei Zahlungsverzug befürchten?

    Eine Sperrung des Energiebezugs ist für die TEAG schon immer das allerletzte mögliche Mittel bei ausstehenden Energierechnungen gewesen. Es wurde bisher schon jede Möglichkeit gesucht (Ratenzahlungen, Stundungen, Tarifwechsel, Vorinkassozähler …), um Sperrungen zu vermeiden. In dieser angespannten Lage geht die TEAG besonders im Umgang mit sozial schwächeren Kunden sehr sensibel um, wenn es zu ausstehenden Rechnungsbeträgen für Strom oder Gas gekommen ist. Mit diesem Verständnis haben wir uns bspw. auch als Energieversorger bei der Bundesregierung dafür eingesetzt, dass bspw. Hilfsfonds für sozial Schwache eingerichtet werden. 
    Andererseits müssen wir als Unternehmen trotzdem Geld einnehmen, um unsere Mitarbeiter zu bezahlen, die Energienetze betriebsfähig zu halten und die benötigte Energie auch einkaufen zu können. Wir können also nicht auf den Einzug von Rechnungen für unsere Tätigkeit verzichten – weil wir sonst im Großen gesehen nicht mehr in der Lage wären, unsere Aufgaben als kommunaler Energieversorger zu erfüllen.

  • Was mache ich, wenn ich in der Ersatzversorgung gelandet bin?

    In die Ersatzversorgung geraten Kunden in der Regel nur bei Zahlungsunfähigkeit/Insolvenz ihres bisherigen Versorgers oder wenn ein Vertrag ohne Anschlussvertrag ausläuft. Sollten Sie davon betroffen sein, wenden Sie sich bitte an uns, um ein Angebot zu erhalten.

  • Wie setzt sich der Strom- und Erdgas-Preis bei der TEAG zusammen?

    Die Preise für Strom und Erdgas setzen sich aus vielen, unterschiedlichen Teilen zusammen. Einige davon sind vom Gesetzgeber vorgegeben, das sind im Wesentlichen Steuern und Abgaben. Andere Preisbestandteile werden für die Erzeugung und den Transport von Strom erhoben.

    Kreisdiagramme TEAG Preiszusammensetzung Gas und Strom
    TEAG

Fragen zur Gasversorgung in Thüringen

Kochtopf auf Gasofen - Gastarife von der TEAG
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Die TEAG hat bereits in den letzten Monaten Vorkehrungen für den Fall einer Liefermengenreduzierung bis hin zum Gas-Lieferstopp getroffen.

 

Der TEAG-Krisenstab wurde für die besonderen Fragen rund um das Thema Gasmangellage erweitert; die Verantwortlichen der TEAG und insbesondere der Netztochter TEN stehen im engen Austausch mit Vertretern von Ministerien, Behörden und Verbänden sowie natürlich den (Industrie-)Kunden.

  • Ist die Gasversorgung in Thüringen gesichert?

    Aktuell ist die Gasversorgung weiterhin gewährleistet, mit Blick auf die nächsten Monate aber kritisch. Derzeit können die benötigten Gasmengen noch am Markt beschafft werden. Hauptproblem sind dabei aber die stark gestiegenen und sehr volatilen Beschaffungspreise. Künftige Versorgungsmengen und die weitere Preisentwicklung sind aktuell nicht abschätzbar.

  • Kommt die TEAG auch ohne Gas aus (z.B. in der Endkunden- Fernwärme)?

    Da Thüringen über keine Gasvorkommen verfügt, muss es zu 100 Prozent importiert werden. Nach aktuellem Stand könnte das Land nicht ohne Erdgas auskommen.
    Aktuell erzeugt die TEAG 10 Prozent ihres Stroms selbst, 90 Prozent werden eingekauft. Wenn es gar keine Gaslieferungen mehr gäbe, würde auch die Eigenerzeugung nicht mehr möglich sein.

  • Was passiert ohne Erdgas mit der Fernwärme? Wie werden sich die Preise dort entwickeln?

    In den Kraftwerken der TEAG und ihrer Kunden (zahlreiche Stadtwerke Thüringens) wird aus Erdgas Strom und Wärme/Fernwärme gleichzeitig erzeugt – sog. KWK-Kopplung. Ohne Erdgas ist eine Fernwärmeerzeugung nicht möglich, da es in Thüringen keine Kohle- oder Erdölkraftwerke gibt. Die Gas-Kraftwerke in Thüringen zählen in Bezug auf den Notfallplan zu den geschützten Einrichtungen. Einschnitte bei der Fernwärmeversorgung sind vorerst nicht zu befürchten – auszuschließen sind sie jedoch nicht, das hängt sehr stark vom Wetter ab.
    Es ist darüber hinaus zu erwarten, dass es auch bei der Fernwärme Preissteigerungen geben wird, da der Preis des Ausgangsrohstoffes Erdgas deutlich steigt.
    Detaillierte Daten zur Fernwärme-Erzeugung der Stadtwerke liegen der TEAG nicht vor. Sie müssten also direkt bei den Stadtwerken erfragt werden.

  • Wird Erdgas in Thüringen noch teurer?

    Grundsätzlich verfolgt die TEAG als erfahrener Energieanbieter eine langfristige Einkaufsstrategie. Durch den rechtzeitigen Einkauf (in der Regel mit zwei bis drei Jahren Vorlauf) lassen sich kurzfristige Preisschwankungen für die Kundschaft gut abfedern. Im Zuge der aktuellen Energiekrise sind die Beschaffungskosten für Energie aber erheblich angestiegen, was zunehmend auch in den Endkundenpreisen sichtbar wird. Leider müssen sich Verbraucher daher in den kommenden Monaten auf weitere Kostensteigerungen einstellen.

  • Was passiert, wenn ich meine Erdgasrechnung nicht mehr bezahlen kann?

    Wir verstehen, dass die steigenden Strom- und Erdgaspreise für viele Haushalte eine enorme finanzielle Belastung darstellen. In jedem Fall sollten Sie bei Zahlungsschwierigkeiten den Kontakt zu uns suchen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. In vielen Fällen kann eine phasenweise Ratenzahlung helfen.

Fragen zur Stromversorgung in Thüringen

Finger auf Steckdosenleiste beim Stromsparen mit der TEAG
devenorr/stock.adobe.com

In Deutschland wird Strom aus unterschiedlichen Quellen gewonnen, die ausreichen, um den Bedarf zu decken. Ein Stresstest der Übertragungs-Netzbetreiber hat ergeben, dass Engpässe bei der Stromerzeugung im Winter dennoch denkbar wären, wenn die Gasimporte aus Russland weiter sinken bzw. ganz wegfallen. Die Gründe dafür sind vielfältig - sie reichen von einem erhöhten Stromexport nach Frankreich, um den Ausfall der dortigen Kernkraftwerke zu kompensieren bis hin zu nicht ausreichenden ausgebauten Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland. Zudem spielt Gas grundsätzlich eine große Rolle bei der Stromerzeugung.

Während ein großflächiger Blackout der Stromnetze in Deutschland kaum zu befürchten ist, könnte es unter Umständen zu kontrollierten, regional begrenzten Abschaltungen kommen, wenn sich die Lage weiter verschlechtert.

  • Wieso steigen aktuell neben den Gas- auch die Strompreise?

    Erdgas ist ein wichtiger Rohstoff in der Strom- und Wärmeerzeugung. Üblicherweise werden Gaskraftwerke eingesetzt, wenn kurzfristig Kapazitäten in der Stromerzeugung fehlen – zum Beispiel, wenn die Erneuerbaren bei wenig Wind und Sonne kaum zur Bedarfsdeckung beitragen. In der aktuellen Situation aber werden die Gaskraftwerke benötigt, um als Teil des europäischen Verbundnetzes Strom für Frankreich zu erzeugen, um die dort ausgefallenen Kernkraftwerke zu ersetzen. Das Prinzip der sogenannten Merit-Order besagt, dass im Mix der Erzeugungsarten (Braunkohle, Kernkraft, Erneuerbar, Erdgas) die kostenintensivste Art den Preis für alle Arten der Stromerzeugung setzt. Erdgas-Kraftwerke sind durch stark gestiegenen Gaspreise die kostenintensivste Art der Strom-Erzeugung. Und da sie derzeit nahezu durchgehend im Einsatz sind, steigt mit dem Gaspreis auch der Strompreis für den gesamten Strommix.

  • Kann es zu einem Blackout kommen?

    Selbst im schlechtesten Fall ist in Deutschland nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mit einem Blackout - also dem unkontrollierten Zusammenbruch des Stromnetzes - zu rechnen. Strom wird in Deutschland aus einem Mix von Steinkohle/Braunkohle, Gas, erneuerbare Energien und Atomkraft erzeugt. Nach aktuellen Berechnungen reichen die Kapazitäten in Deutschland aus, um einen Blackout zu verhindern. Möglich sind hingegen Turbulenzen im Stromnetz, die temporäre Abschaltungen nötig machen.

  • Kann es zu temporären Abschaltungen im Stromnetz kommen?

    Wenn sich die Lage am Gasmarkt weiter verschärft, sind zeitlich und regional begrenzte Abschaltungen des Stromnetzes nicht auszuschließen. Wenn keine anderen Möglichkeiten zur Stabilisierung des Stromnetzes mehr bestehen, können mithilfe der sogenannten „kontrollierten Lastabschaltung“ Verbraucher in einem bestimmten Rhythmus vom Netz genommen werden. Aktuelle Szenarien gehen von einer möglichen stundenweisen Abschaltung aus, von einem solchen Schritt wären sowohl Firmen als auch Privatkunden betroffen. Sie sind das letzte Mittel der Wahl, um einen Blackout zu verhindern.

  • Was steckt hinter der diskutierten Strompreisbremse?

    Im September 2022 hat die Bundesregierung das dritte Entlastungspaket angekündigt. Darin soll auch eine sogenannte Strompreisbremse enthalten sein, die Privatverbraucher ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen entlasten soll. Wie genau diese Strompreisbremse aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Sie soll den Anreiz zum Energiesparen erhalten und dazu beitragen, dass die Strompreise insgesamt sinken.

  • Die TEAG produziert doch selber Strom. Wieso steigen die Preise für die Kunden trotzdem?

    Die Stromproduktion der TEAG ist nicht annähernd groß genug, um alle TEAG-Kunden mit Eigenerzeugung versorgen zu können. Aktuell erzeugt die TEAG 10 Prozent ihres Stroms selbst, 90 Prozent werden eingekauft. Den allergrößten Teil des Stroms kaufen wir am Energiemarkt über spezielle Energiehändler, Vorlieferanten und auch an der Leipziger Strombörse. So hat die TEAG im Jahr 2021 670 GWh Strom selbst erzeugen können. Der Stromabsatz an die Kundschaft betrug insgesamt in 2021 aber rund 7.750 GWh. Mit der Eigenerzeugung können wir also nur sehr gering den Marktpreisen entgegenwirken.

  • Kann ich jetzt noch auf Photovoltaik umrüsten?

    Der Bau einer Photovoltaikanlage ist sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen eine sinnvolle Investition, um die eigenen Stromkosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Die Mitarbeiter von Daheim-solar.de (einer TEAG-Tochter) beraten Sie zu allen Aspekten der Stromgewinnung aus Solarenergie. Bitte beachten Sie aber, dass aufgrund verzögerter oder unterbrochener Lieferketten, als Folge des Corona-Lockdowns und des Ukraine-Krieges längere Wartezeiten einzuplanen sind.

Was kann ich selbst beitragen?

Angesichts der Appelle zum Energiesparen fragen sich viele unserer Kunden, wie groß der Beitrag von Einzelhaushalten am gesamten Energieverbrauch ist und ob die Einsparungen Einzelner überhaupt etwas bewirken.

TEAG Heizstrom: Eine blonde Dame reguliert in ihrer offenen Küche ihren Thermostat.
Monkey Business/stock.adobe.com

Unsere Top 4 Energie-Einspartipps

  • Eine durchgängige Reduktion der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 Grad Celsius kann eine Energieeinsparung von 6 Prozent bewirken. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 12.000 kWh Erdgas entsprechen 6 Prozent einer Einsparung von 720 kWh, also rund 127 Euro im Jahr.
  • Gebäck, Braten und Aufläufe gelingen auch, wenn sie in den kalten Backofen eingesetzt werden: Das spart bis zu 20 Prozent Energie. Vorheizen ist nur selten nötig (Herstellerangaben beachten).
  • Normal verschmutzte Wäsche wird bereits bei niedrigen Temperaturen sauber: 40 statt 60, 30 statt 40 Grad Celsius.
  • Garen mit dem Schnellkochtopf spart bis zu 30 Prozent Strom.

Weitere Tipps zum Energiesparen finden Sie auf unseren Seiten Energiesparen für Privatkunden und Energiesparen für Geschäftskunden oder auf unserem Instagram-Account Der_HuBÄRt

Sowohl beim Strom- als auch beim Gasabsatz der TEAG machen Privathaushalte rund 40 Prozent der Abgabemenge aus. Selbst kleine Einsparungen summieren sich also. Gas und Strom sparen ist auf jeden Fall sinnvoll und hilft nicht nur die eigenen Energiekosten zu senken, sondern auch, um die Gaskrise besser zu bewältigen.

Ende August erschien die bundesweite Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV).
Die vorliegende Verordnung regelt Maßnahmen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich für einen Zeitraum von sechs Monaten vom 1. September 2022 bis zum 28. Februar 2023. Weitere Informationen dazu finden Sie beim BMWK - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

  • Welche Rolle spielt mein Verhalten als Verbraucher?

    Ihre Rolle als Verbraucher – besonders auf dem Gasmarkt – sollten Sie nicht unterschätzt. Im Jahr 2021 lieferte die TEAG rund 6.600 GWh Gas an ihre Kunden. Rund ein Drittel davon ging an die privaten Haushalte. Das ist also durchaus eine bedeutende Größenordnung. Auch beim Strom entfällt etwa 40 Prozent der abgesetzten Menge auf Privatkunden. Angesichts solcher Dimensionen lässt sich sagen: Jedes Prozent Einsparung hilft. Jeder Einzelne kann durch den verantwortungsvollen Umgang mit Energie dazu beitragen, dass das Versorgungsnetz stabil bleibt und wir besser durch die Krise kommen. Denn bei der großen Zahl an Privatverbrauchern addieren sich selbst viele kleine Einsparungen zu einer beachtlichen Menge. Die individuellen Vertragslaufzeiten unserer Kunden bringen es mit sich, dass viele Verbraucher die preislichen Entwicklungen noch nicht spüren. Die enormen Preissteigerungen auf dem Energiemarkt muss die TEAG aber diskriminierungsfrei an alle Kunden weitergeben. Es lässt sich daher nicht vermeiden, dass die Kosten in den kommenden Monaten für jeden Verbraucher steigen werden. Gas und Strom einzusparen, ist also auf jeden Fall sinnvoll und hilft auch jetzt schon, diesen Steigerungen entgegenzuwirken.

  • Was rät die TEAG ihren Kunden?

    Grundsätzlich raten wir unseren Kunden, ruhig zu bleiben und sich vom aktuellen Medienrummel nicht in Panik versetzen zu lassen. Darüber hinaus sollten Kunden - wo immer das möglich und sinnvoll ist - Energie einsparen. Zudem kann jeder für sich selbst prüfen, ob neue Anschaffungen wirklich notwendig sind oder ob im Einzelfall nicht auch eine Reparatur ein sinnvoller Weg wäre. Da Privathaushalte einen bedeutsamen Anteil an der Gesamtmenge des über die TEAG verkauften Stroms und Gases macht, summieren sich auch kleine Einsparungen. Gas und Strom sparen ist also auf jeden Fall sinnvoll und hilft.

  • Sollte ich jetzt meinen Abschlag erhöhen?

    Die TEAG schlägt ihren Kunden aufgrund der aktuellen Entwicklungen eine Abschlagshöhe vor, die sich nach dem individuellen Verbrauch und dem Preis richtet. Diese Vorschläge werden automatisch erstellt und an den Kunden weitergeleitet. Bindend sind diese Vorschläge jedoch nicht: Jeder Kunde kann frei entscheiden, ob er die Abschläge nach oben oder unten setzen möchte. Eine Änderung der Abschläge ist jederzeit möglich.

     

    Viele Kunden werden derzeit selbst aktiv und erhöhen angesichts der Entwicklungen auf dem Energiemarkt ihre Abschläge, um mögliche Nachzahlungen zu umgehen. Aus unserer Sicht ist das weder sinnvoll oder notwendig, da in das Berechnungssystem der TEAG unsere Erfahrungswerte einfließen.

  • Wieviel Geld kann ich sparen, wenn ich meinen Gas-Verbrauch reduziere?

    Hier finden Sie beispielhaft vier typische Erdgasverbräuche und deren Kosten in unserem Grundversorgungsgebiet. Vergleichen Sie Ihren derzeitigen Verbrauch mit den aufgelisteten Beispielen.

     Verbrauch pro Jahr  Jahreskosten

     2.000 kWh

     ca. 490 EUR*

     8.000 kWh

     ca. 1.550 EUR*

     12.000 kWh

     ca. 2.300 EUR*

     20.000 kWh

     ca. 3.600 EUR*

    *Dies sind Schätzungswerte in unserem Grundversorgungsgebiet mit Grundversorgungstarif für Erdgas.

  • Warum sollte ich meinen Zählerstand regelmäßig erfassen?

    Wenn Sie Ihren Zählerstand regelmäßig erfassen, verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren eigenen Energieverbrauch. So können Sie zum Beispiel berechnen, wie viel Energie Sie durchschnittlich im Monat verbrauchen und damit überprüfen, ob Ihre Abschlagszahlungen hoch genug sind. Außerdem können Sie so direkt sehen, welchen Effekt Energiesparmaßnahmen haben, die Sie in Ihrem Haushalt umsetzen.

  • Wie sehe ich, wie viel Energie ich verbrauche?

    Wenn Sie sich einen Überblick über Ihre aktuellen Verbräuche und Kosten verschaffen wollen, hilft ein Blick in die letzte Rechnung oder in das EnergieBanking-Portal der TEAG. Dort finden Sie alle Daten zu Ihrem persönlichen Energieverbrauch.

     

  • Wie finde ich heraus, ob und wie hoch ich meinen Abschlag anpassen muss?

    Die TEAG schlägt ihren Kunden aufgrund der aktuellen Entwicklungen eine Abschlagshöhe vor, die sich nach dem individuellen Verbrauch und dem Preis richtet. Diese Vorschläge werden automatisch erstellt und an den Kunden weitergeleitet. Bindend sind diese Vorschläge jedoch nicht.
    Jeder Kunde kann frei entscheiden, ob er die Abschläge nach oben oder unten setzen möchte. Eine Änderung der Abschläge ist jederzeit möglich.
    Viele Kunden werden derzeit selbst aktiv und erhöhen angesichts der Entwicklungen auf dem Energiemarkt ihre Abschläge, um mögliche Nachzahlungen zu umgehen. Aus unserer Sicht ist das weder sinnvoll oder notwendig, da in das Berechnungssystem der TEAG unsere Erfahrungswerte einfließen.

  • Was bedeuten die einzelnen Bestandteile auf meiner Rechnung?

    Haben Sie Fragen zu Ihrer Jahresverbrauchabrechnung? Auf unserer Übersichtsseite erklären wir Ihnen detailliert die einzelnen Bestandteile der Rechnung.

  • Was bedeuten die bundesweiten Verordnungen zum Energiesparen?

    Ende August erschien die bundesweite Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung – EnSikuMaV).
    Die vorliegende Verordnung regelt Maßnahmen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich für einen Zeitraum von sechs Monaten vom 1. September 2022 bis zum 28. Februar 2023.
    Weitere Informationen dazu finden Sie beim BMWK - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

  • Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für Photovoltaik und Wärmepumpen?

    Aktuelle Informationen und Fördermöglichkeiten zum Heizen mit Strom und zur eigenen Erzeugung von Strom mittels Photovoltaik finden Sie hier:

Darüber hinaus stellt das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz ergänzende Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher zur Verfügung.

 

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