Beispielprojekte

Sieben Beispielprojekte zeigen die Vielfalt der Ideen und Aktionen der Thüringer Schülerinnen und Schüler.

  • Gymnasium „Käthe Kollwitz“ Lengenfeld unterm Stein - „Entspannungsoase“

    Wir alle brauchen ihn im Alltag: Einen Rückzugsraum. Einen Ort, um auszuruhen, zu entspannen. Dass auch die Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Lengenfeld unterm Stein einen solchen Platz in ihrem Schulalltag finden, dafür sorgten im Rahmen ihrer Seminararbeit im Schuljahr 2017/2018 die drei Elftklässler Gina Marie, Justine Ann und Pascal.

    Steckbrief

    Schule: Gymnasium „Käthe Kollwitz“
    Ort: Lengenfeld unterm Stein
    Projekt: Entspannungsoase
    Klassenstufe: 11

    Trist und wenig gemütlich zeigte sich bislang der Unterrichtsraum 103 des Gymnasiums. Das tatkräftige Engagement der drei Schüler jedoch, brachte eine gelungene Verwandlung und lässt ihn fortan in neuem Glanz erstrahlen. Mit frischer Farbe an den Wänden, die sich ganz nach Maßgabe der Farbpsychologie in zartes Vanille und Maigrün hüllen sowie mit neuen Sitzmöbeln und neu gestalteten Tischen ist eine gemütliche Entspannungsoase entstanden, die sich sehen lassen kann.

    „Ich bin sehr stolz auf meine Schüler und auf das, was sie mit viel Einsatzbereitschaft, Kreativität und in Eigenständigkeit geschaffen haben“, lobte Schulleiter Thomas Hartleb das Ergebnis. „Was Gina Marie, Justine Ann und Pascal hier geleistet haben, finde ich unglaublich toll. Sie zeigen, wie viel man in Eigeninitiative bewegen und erreichen kann. Mit dem Raum haben sie etwas Nachhaltiges für die Schule geschaffen – einen Wert, von dem noch weitere Generationen profitieren können“, war auch Andreas Henning, Bürgermeister der Landgemeinde Südeichsfeld, vom Einsatz der drei Schüler begeistert.

  • Grundschule „Floh“ in Floh-Seligenthal - „Hühnerfamilie“

    In der Grundschule „Floh“ in Floh-Seligenthal kräht ein Hahn den Unterricht ein und jeden Tag gibt es frisch gelegte Eier von aktuell drei Hühnern. Die erwachsene Hühnerfamilie lebt in einem wunderschönen Hühnerhaus im Schulinnenhof und wird dort liebevoll von den Schülern versorgt.

    Steckbrief

    Schule: Grundschule „Floh“
    Ort: Floh-Seligenthal
    Projekt: „Hühnerfamilie“
    Klassenstufe: 3

    Alles begann mit einem Brutapparat im Unterrichtsraum der 3. Klasse. Die Schüler konnten hier live miterleben, wie Leben entsteht und haben das Schlüpfen der Küken mit Neugier verfolgt. Seit die Küken ins Hühnerhaus umgezogen sind, haben die Schüler der Klasse 3b die Verantwortung für die Tiere übernommen. Sie füttern und tränken sie, misten ihren Stall aus und fachsimpeln darüber, wer wohl die meisten Eier legt.

    Unterdes hat die Hühnerfamilie Nachwuchs bekommen. 22 Küken leben nun mit im Hühnerhaus und wachsen unter Obacht und Pflege der Schüler auf. Im November 2018 stellten die Schüler ihre gefiederten Freunde – und zwar den schönsten Hahn und die schönsten drei Hennen – bei der Kreis-Geflügel-Ausstellung in Schmalkalden aus. Dort gab es ca. 700 Tiere zu bestaunen. „Im Umgang mit Tieren schulen die Kinder Sozialkompetenz. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und entwickeln Respekt vor Lebewesen“, ist Projektleiter Frank Hampeis überzeugt.

  • Grundschule „Karl Oertel“ in Lehesten: „Mühlenprojekt“

    Echte Heimatliebe und Traditionsbewusstsein beweist die Grundschule "Karl Oertel" in Lehesten. Seit 2011 stellt sich die engagierte Schule jedes Jahr einer neuen Aufgabe rund um den Mühlenweg entlang des Grünen Bandes und die Alte Mühle.

    Steckbrief

    Schule: Grundschule „Karl Oertel“
    Ort: Lehesten
    Projekt: Mühlenprojekt
    Klassenstufe: 1 bis 4

    In Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und dem Thüringer Waldverein Lehesten e.V. wurde bisher z.B. das alte Mühlenrad in Schwung gebracht und ein Barfußpfad angelegt, dessen 1. Teil am 6. Dezember 2017 eröffnet wurde. Im Sommer 2018 soll auch der zweite Teil fertig gestellt sein. Großes Ziel ist zudem, dass der Mühlenweg von der Quelle der Loquitz bei Lehesten bis zur Mündung in die Saale bei Hockeroda/ Eichicht zukünftig als durchgehender Wanderweg ausgeschildert und auch bewanderbar ist.

    „Unseren Schülerinnen und Schülern Wurzeln zu geben, sie zur Beschäftigung mit ihrer Heimat zu aktivieren, ist uns als Schule ein wichtiges Anliegen. In keiner anderen Schule werden sie in dieser Intensität wieder Heimatverbundenheit bzw. die Mitwirkung an der Gestaltung ihrer Heimat erfahren“, berichtet Cornelia Seifert, Schulleiterin der Grundschule „Karl Oertel“.

    Bild: © Grundschule „Karl Oertel“ Lehesten

  • „Henfling-Gymnasium“ Meiningen: „Interaktives Orchester"

    Für die Entwicklung eines interaktiven Orchesters machten die Fachschaften Musik und Physik im Henfling-Gymnasium Meiningen gemeinsame Sache und haben mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse eine einmalige elektrische Schaltanlage gebaut.

    Steckbrief

    Schule: „Henfling-Gymnasium“ Meiningen
    Ort: Meiningen
    Projekt: „Interaktives Orchester"
    Klassenstufe: 8

    Für die Entwicklung eines interaktiven Orchesters machten die Fachschaften Musik und Physik im Henfling-Gymnasium Meiningen gemeinsame Sache und haben mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse eine einmalige elektrische Schaltanlage gebaut. Per Knopfdruck ermöglicht die Anlage nicht nur das Hören, sondern auch das Erkennen eines aufgenommenen Instruments durch Lichtsignal. Anschaulich lernen Schülerinnen und Schüler auf diese Weise ein Orchester und seine Instrumente kennen.

    Das Gymnasium hat zum zweiten Mal bei IdeenMachenSchule teilgenommen und freute sich sehr über die Ehrung zum Leuchtturm und den Gewinn von 1.000 Euro. „Projekte wie diese sind ein Anreiz, um bei jungen Menschen das Interesse für die MINT-Fächer zu wecken. Denn oft, so unsere Erfahrung, fehlt bei den Mädchen und Jungen oft das Zutrauen in diese naturwissenschaftlichen Fächer“, beobachtet Olaf Petschauer, Studiendirektor Henfling-Gymnasium Meiningen immer wieder.

  • „Altstadtschule“ Kahla: „Hauen ist doof!“

    Gemeinsam mit dem Verein „Konfliktkompetenz Thüringen e. V.“ aus Jena gestaltet die Altstadtschule Kahla verschiedene Projekttage zur Gewaltprävention. Ziel ist es, einen sogenannten „Friedenstisch“ fest im Schulalltag zu installieren.

     

    Steckbrief

    Schule: Staatliche Grundschule „Altstadtschule“ Kahla
    Ort: Kahla
    Projekt: „Hauen ist doof!“
    Klassenstufen: 1 bis 4

    Gemeinsam mit dem Verein Konfliktkompetenz Thüringen e. V. aus Jena gestaltet die Altstadtschule Kahla verschiedene Projekttage zur Gewaltprävention. Ziel ist es, einen sogenannten „Friedenstisch“ fest im Schulalltag zu installieren. Hierfür werden in einem ersten Schritt LehrerInnen und ErzieherInnen in einer Weiterbildung zu Grundlagen der Mediation, kollegialer Fallberatung und Handeln bei Mobbing geschult. Darüberhinaus umfasst das Projekt „Hauen ist doof!“ auch Workshops für Schülerinnen und Schüler sowie eine intensive Elternarbeit.
    „Es freut uns über IdeenMachenSchule finanzielle Mittel in Höhe von 1.000 Euro erhalten zu haben, so dass wir dieses komplexe Vorhaben im Mai 2017 starten konnten und mit Beginn des neuen Schuljahres fortführen können“, berichtet Dana Oertel, amtierende Schulleiterin der Altstadtschule Kahla zum Verlauf des Projekts.

  • Staatliche Regelschule „Geratalschule“ Geraberg: „Bienen & Co"

    Die „Geratalschule“ Geraberg hat es bei „IdeenMachenSchule“ schon mehrfach bis an die Spitze geschafft und beweist neben Kreativität vor allem ein hohes Maß an ökologischem Bewusstsein. Die Schule bewirtschaftet mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 Streuobstwiesen, verbunden mit einem nächsten nachhaltigen Ansatz: Dem Aufbau einer Schulimkerei.

    Steckbrief

    Schule: Staatliche Regelschule „Geratalschule“ Geraberg
    Ort: Geraberg
    Projekt: „Bienen & Co"
    Klassenstufen: 5 bis 10

    Die „Geratalschule“ Geraberg hat es bei „IdeenMachenSchule" schon mehrfach bis an die Spitze geschafft und wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wiederholt zum Leuchtturm ausgezeichnet. Stetig aktiv, beweist die Regelschule neben Kreativität vor allem ein hohes Maß an ökologischem Bewusstsein. In Anlehnung an das weltweite Projekt 'Plant for the planet', bei welchem sich Kinder weltweit für Klimaschutz stark machen, punkteten die Geraberger im Schul- und Wettbewerbsjahr 2015/2016 mit ihrem Projekt 'Aus (Apfel)TRÄUMEN wird (Apfel)VIELFALT'.

    In Weiterentwicklung dieses Projektes bewirtschaftet die Schule mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 Streuobstwiesen, verbunden mit einem nächsten nachhaltigen Ansatz: Dem Aufbau einer Schulimkerei. Unter Anleitung eines erfahrenen Imkers (Mitglied im Geraberger Imkerverein), siedelte die Schule im Frühjahr die ersten Bienenvölker an und kann sich im Sommer vielleicht schon über den ersten eigenen Honig freuen.

    Bild: Staatliche Regelschule „Geratalschule“

  • Regelschule Menteroda: „Historische Spurensuche“

    Acht Schülerinnen der 6. bis 9. Klasse führen im Rahmen des Projektes „Historische Spurensuche“ der Regelschule Menteroda eine Zeitzeugenbefragung in der Gemeinde Keula durch.

    Steckbrief

    Schule: Regelschule Menteroda
    Ort: Keula
    Projekt: „Historische Spurensuche“
    Klassenstufen: 6 bis 9

    „Ich finde es wichtig, dass ich meine Region kenne. Schließlich ist es meine Heimat“, findet Lea, Schülerin der Regelschule Menteroda, die gemeinsam mit sieben weiteren Schülerinnen der 6. bis 9. Klasse im Rahmen des Projektes 'Historische Spurensuche' eine Zeitzeugenbefragung in der Gemeinde Keula durchführt.

    Betreut wird das Projekt von Heike Cott, Lehrerin für Geschichte, Deutsch, Sozial- und Medienkunde sowie für Darstellen und Gestalten an der Regelschule Menteroda. Als Mitglied des Heimatvereins Keula e.V. hat sie mit ihren Schülergruppen schon verschiedenste Projekte umgesetzt. Anlässlich der 1050-Jahrfeier der Gemeinde Keula im Jahr 2017, soll nun eine Festschrift entstehen, die Einblicke in die letzten 50 Jahre des aktuell 457 Seelendorfes gibt.

    Einmal wöchentlich treffen sich die acht Schülerinnen mit Zeitzeugen und befragen diese zu Themen wie der Vereinslandschaft, zu Traditionen wie der Kirmis und anderen Dorffesten, zur Wasserversorgung und vielem mehr. „Heimatverbundenheit kann nur durch Identität mit eben dieser entstehen“, ist Heike Cott überzeugt.

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