Presse

Noch mehr Sonnenkraftwerke für Thüringer Kommunen

Donnerstag, 12. September 2013

KomSolar Stiftung errichtet 100. PV-Anlage und baut Engagement weiter aus

Großengottern. (12.9.13) Immer mehr Thüringer Gemeinden und Städte nutzen die Energie der Sonne zur Produktion von Ökostrom. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht nahm heute in Großengottern (Unstrut-Hainich-Kreis) die 100. Photovoltaikanlage der KomSolar Stiftung in Betrieb. Damit ist die vor zweieinhalb Jahren gestartete Initiative „100 Orte Sonnenstrom“ der von der heutigen Thüringer Energie AG gegründeten gemeinnützigen Stiftung das erfolgreichste Beispiel für eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen im Freistaat.

„Mit diesem Modell gehören wir zu den Pionieren der Energiewende in Thüringen und schaffen zugleich einen Mehrfachnutzen für den Freistaat, seine Wirtschaft und seine Kommunen“, sagte Stefan Reindl, Vorstand der Thüringer Energie AG, bei der Inbetriebnahme der Anlage. Zugleich kündigte er an, dass Stiftung und Thüringer Energie AG ihr Engagement fortsetzen werden: „Wir machen weiter und werden den Thüringer Kommunen künftig auch die Direktvermarktung von Sonnenstrom zur Eigennutzung ermöglichen.“

Ministerpräsidentin Lieberknecht: Energiewende kommt voran

„Auch in Deutschland spielt die Photovoltaik im Energiemix der Zukunft eine wichtige Rolle. Die Inbetriebnahme der 100. Anlage in Großengottern ist ein Signal, dass die Energiewende in Thüringen vorankommt. Dafür gilt allen Beteiligten mein Dank!", erklärte Ministerpräsidentin Lieberknecht vor rund 60 Bürgermeistern und Vertretern von Ortschaftsräten.

Seit Juli 2011 hat die KomSolar Stiftung auf 100 Dächern von kommunalen Liegenschaften in 13 Landkreisen Photovoltaikanlagen errichtet, mit denen die Gemeinden und Städte pro Jahr rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen. Dadurch werden jährlich insgesamt 1000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart. Die Gesamtinvestition betrug rund 2,5 Millionen Euro. Interessante Beispiele für diese Kommunalinitiative wurden in der Chronik „100 Orte Sonnenstrom“ beschrieben, die ab sofort auch im gut sortierten Buchhandel erhältlich ist.

Die rund 1100 Quadratmeter große PV-Anlage auf der Mehrzweckhalle in Großengottern ist bereits das vierte Mini-Kraftwerk der über 1200 Jahre alten Gemeinde, die auch Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich ist. Die 312 polykristallinen Module mit einer Gesamtleistung von 76,44 kWp können pro Jahr über 66.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. Investiert wurden 100.000 Euro, die komplett von der Stiftung aufgebracht wurden.

Stiftungsüberschüsse fließen in kommunale Projekte

Die Solarzellen wurden von der Erfurter Meyer Solar Alternative Energie GmbH montiert und von Fachleuten der Thüringer Energie an das Stromnetz angeschlossen. Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung für den produzierten Sonnenstrom fließt in das Stiftungsvermögen, aus dem wiederum eine jährliche Garantiepacht für die Gemeinde Großengottern finanziert sowie Überschüsse zur Förderung gemeinnütziger Projekte ausgeschüttet werden. „Ohne einen Cent Investition hat die Gemeinde mit Hilfe der Stiftung eine dauerhafte Einnahmequelle zur Finanzierung kleinerer Projekte erschlossen und spart mit ihren vier Anlagen gleichzeitig pro Jahr mehr als 50 Tonnen klimaschädliches CO2“, freut sich Bürgermeister Thomas Karnofka.

Die 2010 gegründete gemeinnützige Stiftung „KomSolar“ wurde von der heute mehrheitlich kommunal bestimmten Thüringer Energie AG sowie von der DKB Deutsche Kreditbank, Erfurt, mit einem Grundkapital von fünf Millionen Euro ausgestattet. Laut Stiftungssatzung sollen die jährlich ausgeschütteten Gewinne für Thüringer Projekte zur Förderung von Umwelt, Kultur, Sozialem und Sport verwendet werden. Darüber wachen Stiftungsrat und Kuratorium, in denen Thüringer Kommunen vertreten sein werden.

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