Presse

Steinbach-Hallenberg setzt auf Sonnenstrom zur Eigenversorgung

Freitag, 20. Februar 2015

KomSolar Stiftung errichtet PV-Anlage zur nachhaltigen Energieerzeugung

Steinbach-Hallenberg. (20.02.15) Steinbach-Hallenberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) hat jetzt selbst die Sonne angezapft und nutzt die Sonnenkraft zur Eigenstromversorgung. Die Stadt verpachtete dafür das Dach der neuen Feuerwehr-Hauptwache an die KomSolar Stiftung, die wiederum eine Photovoltaikanlage darauf errichten ließ.

Bürgermeister Christian Endter, Bauamtsleiter Matthias Holland-Nell und Matthias Riehm, Netzkoordinator des Regionalen Netzbetriebes Schmalkalden, nahmen heute das größte Sonnenkraftwerk des staatlich anerkannten Erholungsortes in Betrieb. Die 317 Photovoltaik-Module aus deutscher Produktion besitzen eine Gesamtleistung von 80,8 kWp. Somit können pro Jahr rund 70.000 Kilowatt-stunden Ökostrom erzeugt und genutzt werden. Investiert wurden in die Anlage rund 110.000 Euro, die komplett von der Stiftung aufgebracht wurden.

Ökostrom für Feuerwehr und öffentliches Netz
Die Solarzellen wurden von der Meyer Solar GmbH aus Erfurt montiert und von Fachleuten der Thüringer Energie an das Stromnetz angeschlossen. Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung für den produzierten Sonnenstrom fließt in das Stiftungsvermögen, aus dem wiederum eine jährliche Garantiepacht für die Stadt Steinbach-Hallenberg finanziert sowie Überschüsse zur Förderung gemeinnütziger Projekte ausgeschüttet werden. „Ohne einen Cent Investition hat die Stadt mit Hilfe der Stiftung eine dauerhafte Einnahmequelle zur Finanzierung kleinerer Projekte erschlossen und spart gleichzeitig pro Jahr rund 49 Tonnen klimaschädliches CO2“, freut sich Bürgermeister Endter.

Die Anlage versorgt die Feuerwehr mit Sonnenstrom. Und wenn der mal nicht gebraucht wird, verteilt die TEN Thüringer Energienetze GmbH den Überschussanteil im öffentlichen Stromnetz. Die Stadt nutzt damit das sogenannte Prosumerkonzept, das von der KomSolar Stiftung angeboten wird, um den Kommunen die ökologische und kostengünstige Versorgung ihrer Liegenschaften mit Strom aus Photovoltaikanlagen zu ermöglichen.

Mehrfachnutzen für die Kommunen
Verantwortlich für die Wartung und Überwachung aller Stiftungsanlagen ist die KomSolar Service GmbH, eine 100prozentige Tochter der Thüringer Energie AG. Dies ist vor allem hinsichtlich Ertragsausfällen und Sicherheit ein Qualitätsmerkmal, wofür der TÜV Rheinland die KomSolar Service GmbH mit dem Prädikat „Fachbetrieb für die Wartung von PV-Anlagen“ zertifizierte. „Mit diesem Modell gehören wir zu den Pionieren der Energiewende in Thüringen und schaffen zugleich einen Mehrfachnutzen für den Freistaat, seine Wirtschaft und seine Kommunen“, sagte TEAG-Projektleiter Gunther Fleischmann bei der Inbetriebnahme der Anlage.

Stichwort: KomSolar Stiftung
Die 2010 auf Initiative der Thüringer Energie AG gegründete gemeinnützige KomSolar Stiftung verfügt über ein Investitionsbudget für die Errichtung von PV-Anlagen von mehr als fünf Millionen Euro. Partner der Stiftung ist die DKB Deutsche Kreditbank AG. Insgesamt hat die KomSolar Stiftung bislang über 100 PV-Anlagen auf Dächern von kommunalen Liegenschaften in Thüringen errichtet und dafür 2,5 Millionen Euro investiert. Die Stiftung leistet damit einen aktiven Beitrag für die nachhaltige Energieerzeugung und den aktiven Klimaschutz.

Laut Stiftungssatzung sollen die jährlich ausgeschütteten Gewinne für Thüringer Projekte zur Förderung von Umwelt, Kultur, Sozialem und Sport verwendet werden. Darüber wachen Stiftungsrat und Kuratorium, in denen Thüringer Kommunen vertreten sind.

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