Paul-Philipp Braun/TEAG

TEAG-Team sammelt für Kinderhospiz Mitteldeutschland

Verlässliche Unterstützung für Familien in Not

Übersicht

  • Große Spendenbereitschaft: Ein Großteil der Summe ist durch private Spenden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengekommen. Auch die TEAG hat sich an der Spendenaktion beteiligt.
  • Familien mit erkrankten Kindern: Im Kinderhospiz in Tambach-Dietharz finden Familien Entlastung und Unterstützung.
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Schon bei seinem ersten Besuch 2023, war Jörg Bagehorn beeindruckt. Zuletzt führte Hausleiterin Marion Neumann den Bereichsleiter-IT-Betrieb der TEAG letztes Jahr durch das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Hier, auf dem ehemaligen Gelände der Talsperrenverwaltung, direkt am Thüringer Wald, ist seit 2011 eines der größten Sozialen Projekte in Thüringen zu Hause. 1.333 Euro bringen der TEAG-ITler und seine Kollegin Sandra Schwarze damals mit. Geld, das durch sommerlichen Eisverkauf und private Spenden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abteilung zusammenkam.

Schon seit zehn Jahren sammelt die IT-Abteilung der TEAG jedes Jahr Spenden für das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Unabhängig vom Engagement des Energieversorgers handelt es sich hierbei um private Spenden der Belegschaft. Dass diese jedes Jahr so großzügig ausfallen, liegt an einer cleveren Idee: Im Sommer füllt Bereichsleiter Jörg Bagehorn die Tiefkühlschränke der Mitarbeiterküche der IT-Abteilung mit Eis aus dem Supermarkt. Gegen einen Euro in die Vertrauenskasse können sich die knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den heißen Temperaturen mit einem Eis eine wohlverdiente Abkühlung gönnen. Am Ende des Jahres wird dieser Betrag noch einmal durch Spenden aufgestockt.

Spenden geht weiter: 2.200 Euro in 2025

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Ein Jahr später treffen sich Jörg Bagehorn und Marion Neumann wieder in Tambach-Dietharz. Dieses Mal ist die Gruppe noch ein Stück größer, denn auch Kathrin Kössel, Geschäftsbereichsleiterin Personal/Organisation der TEAG, und Christian-Dieter Keith, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, sind dabei. Und noch etwas ist größer geworden: Die Summe, die auf dem Scheck steht.

Fast 1.000 Euro mehr haben die Mitarbeitenden des kommunalen Energiedienstleisters in diesem Jahr mitgebracht. Ein Ergebnis, das nicht nur durch den Eisverkauf zustande kam, wie Christian-Dieter Keith berichtet. Er erzählt Marion Neumann vom jährlichen Fußballturnier, das der Betriebsrat organisiert. Im Sommer 2025 hätte der Betriebsrat gegen andere Mitarbeitende um die Aufstellung eines eigenen Teams gewettet. Der Mitarbeitervertretung gelang dies gemeinsam mit der Personalabteilung, die Kolleginnen und Kollegen zahlten ihre Wettschulden in Form von Spenden. So seien noch einmal 600 Euro zusammengekommen, schildert Christian-Dieter Keith. Die TEAG verdoppelte die Summe auf 1.200 Euro.

Liebevolle Fürsorge unterstützen

Paul-Philipp Braun/TEAG

Zusammen mit der Spende der IT-Abteilung, kam die TEAG so auf 2.200 Euro, die sie an diesem Dezembermontag in Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha übergeben können. Für Kathrin Kössel ist es der erste Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland. Und auch wenn eine Besichtigung der Einrichtung wegen eines Trauerfalls nicht möglich ist, ist die Personalverantwortliche von dem, was hier geleistet wird, beeindruckt und berührt.

Kathrin Kössel, selbst Mutter von zwei Kindern, weiß nur zu gut, wie sehr Eltern alles dafür tun wollen, dass es ihren „Kleinen“ gut geht und wie wichtig eine liebevolle Fürsorge gerade in schwierigen Situationen ist: „Das ist wirklich beeindruckend, was hier geleistet wird. Und es braucht immense Anstrengungen, um das alles am Laufen zu halten.“

Rund 40 Prozent seines Jahresbudgets muss das Kinderhospiz aus Spenden finanzieren, da zähle jeder Euro, sagt Marion Neumann. Dass sie sich dabei auch auf lokale Partner wie die TEAG Thüringer Energie AG verlassen könne, sei für die fast 50 Mitarbeitenden in der sozialen Einrichtung aber eben auch für die Gastfamilien eine wahre Entlastung.

„Oberste Priorität hat das erkrankte Kind“, betont Hausleiterin Marion Neumann immer wieder. Sie berichtet von der Vielzahl der Angebote, die das Kinderhospiz für betroffene Kinder und deren Zugehörige macht. Von der gemeinsamen Alpaka-Wanderung über Bastelnachmittage, bis zum Bewegungsbad bei Körperwärme: das Kinder- und Jugendhospiz bietet Platz und Möglichkeiten. Doch genau das sei es auch, was nur durch Spenden ermöglicht werde, erzählt Marion Neumann. Dabei betont sie, dass nicht nur die Kinder entsprechend versorgt würden, sondern auch die Familien und bisweilen sogar Freundinnen und Freunde hier vollumfängliche Betreuung genießen. Für viele der Kinderhospiz-Familien sei es der einzige Urlaub, den sie im Jahr machen könnten und der nur funktioniere, weil ein engagiertes Pflegeteam sich um die erkrankten Kinder kümmere.