Bild: Mann macht eine Thermografieaufnahme eines Gebäudes
Ekkehard Winkler/trurnit

Energetische Gebäudestandards auf dem Prüfstand

Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) sollen 2023 die energetischen Gebäudestandards überprüft werden. Die Förderung im Neubau für den Standard KfW-Haus 55 entfällt bereits ab Februar 2022.  

Im Gesetzgebungsprozess des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wurde heftig darüber gestritten, wie die bisherigen energetischen Standards in Neubau und Bestand weiterentwickelt werden. Verschärfen oder lockern?  

Das salomonische Ergebnis ist in § 9 des GEG festgehalten: Im Jahr 2023 sollen die energetischen Standards „unter Wahrung des Grundsatzes der Technologieoffenheit“ überprüft werden. Und weiter heißt es ausdrücklich: „Die Bezahlbarkeit des Bauens und Wohnens ist ein zu beachtender wesentlicher Eckpunkt.“ 

Was heißt das für die Kommunen?  

Bis zum Jahr 2025 – frühestens dann treten die neuen Regelungen voraussichtlich in Kraft – wird sich an den energetischen Anforderungen bei Neubau und Sanierung – bekannt als KfW Energiehaus 70 und 55 – nichts ändern. Das gibt Planungssicherheit. 

Allerdings sei daran erinnert: Bereits seit 2019 dürfen Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand nur noch nach Niedrigstenergiestandard (KfW-Haus 55) errichtet werden. 

Förderung für KfW 55 entfällt bereits 2022 

Bisher konnten für Neubau oder Sanierung, die den KfW-Standard 55 erreichen, noch Fördermittel von der KfW aus dem Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ in Anspruch genommen werden. Für den Neubau wird diese Förderung zum Februar 2022 eingestellt. Förderanträge können noch bis Ende 2022 gestellt werden. Die angepasste BEG-Richtlinie gilt seit dem 21.10.2021.