Bild: Freiflächen-Photovoltaik-Anlage
Jan Kobel/trurnit

PV-Freiflächen als kommunale Geldquellen

Kommunen können jetzt – wie bei der Windkraft – von den Einkünften aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen profitieren, die neu auf ihrem Gemeindegebiet (oder im näheren Umkreis) errichtet werden. Das kann sich richtig lohnen. 

Von Windkraft und Photovoltaik profitieren

Seit Dezember 2020 können Kommunen von den Erträgen der Windkraftanlagen profieren, die auf ihrem Gemeindegebiet Energie erzeugen. Das wurde im überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) auch für PV-Freiflächenanlagen geregelt. Danach liegt die „einseitige Zuwendung ohne Gegenleistung“ (EEG 2021 § 6, bisher § 36k) wie beim Wind bei 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Sonnenstrom. Bei einer 10-Megawatt-PV-Anlage ergeben sich daraus bis zu 20.000 Euro – jedes Jahr, und das über die Lebensdauer der Anlage.  

Das EEG 2021 trat am 1. Januar 2021 in Kraft, wurde aber bereits am 16. Juli 2021 als Version 2.0 erneut überarbeitet. Das EEG 2021 ist und war Bestandteil des Gesetzespakets, das zusammen mit dem Klimaschutzgesetz 2021 (31. August 2021) auf den Weg gebracht wurde. 

Wann ist eine Gemeinde anspruchsberechtigt?

Wie bei der Windkraft gilt eine Kommune als anspruchsberechtigt, wenn in einem Umkreis von 2,5 Kilometern zu ihrem Gemeindegebiet eine Freiflächenanlage installiert ist. Erfasst der Umkreis das Gebiet mehrerer Gemeinden, wird der Betrag anteilig aufgeteilt. Neu einbezogen (EEG 2021 V 2.0 vom 16. 7. 2021) werden gemeindefreie Gebiete, für die der jeweilige Landkreis zuständig ist.

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