Paul-Philipp Braun/TEAG

Mit Energie über den Kyffhäuser

Kyffhäuser Berglauf gehört zu den ältesten Laufveranstaltungen Thüringens

Kurz nach Ostern verwandelt sich Bad Frankenhausen in eine Kulisse für Laufbegeisterte aus ganz Mitteldeutschland. Beim Kyffhäuser Berglauf ist die TEAG nicht nur Sponsor, sondern läuft mit einem kleinen Team selbst mit.

Läufer rennt am Panoramamuseum vorbei
Paul-Philipp Braun/TEAG

Überblick

Überblick:

  • Vom Bambini-Lauf bis zum Marathon: Wie ein ehrenamtlicher Verein ein Bewegungsfest für die ganze Region stemmt und warum Kinder und Jugendliche kostenlos starten dürfen.
  • TEAG-Mitarbeitende laufen selbst mit: Was Thüringens größter Energieversorger mit dem Kyffhäuser verbindet und was Sponsoring im Breitensport wirklich bedeutet.

Es ist genau 8 Uhr morgens, als Bad Frankenhausen geweckt wird. Die Musik wird aufgedreht und eine fröhliche Moderatorin versprüht ihre Motivation vom Schlossplatz aus durch die ganze Stadt. Noch ist der weite Platz vor dem Regionalmuseum und gegenüber vom Solgraben nur spärlich bevölkert. Die Kyffhäuserregion liegt noch im Morgendunst, als die ersten Startnummern ausgegeben werden. Gut eine Stunde später hat sich das geändert. Jetzt stehen mehrere Dutzend Menschen unter dem aufgebauten TEAG-Bogen und warten auf den Startschuss.

Vom Startschuss bis zur Wanderung

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Als der fällt, starten die ersten zum Marathon quer über den Kyffhäuser. Es ist der erste Start bei diesem Kyffhäuserberglauf. Bis zum Nachmittag folgen zwölf weitere: Für den Bambini-Lauf der Kyffhäuser Stiftung, den 13,5-Kilometer-Lauf und den zwei Kilometer langen Schülerlauf. Wer lieber rollt statt läuft oder das Tempo etwas drosseln möchte, ist ebenfalls willkommen: Inzwischen sind auch Mountainbike-Rennen und Wanderungen im Portfolio des Kyffhäuser Berglaufs. Was als reiner Laufwettbewerb begann, ist längst zu einem Bewegungsfest für die ganze Region geworden.

Für Andreas Kirchner, Vorsitzender des Trägervereins Kyffhäuser Berglauf, ist die Veranstaltung kurz nach dem Osterfest in jedem Jahr ein Höhepunkt. „Wir sind schon zum 48. Mal mit unserem Lauf am Start", erzählt er und berichtet von der langen Tradition, die sich schon zu DDR-Zeiten begründete. Ursprünglich als Vorbereitungslauf für den noch ein Stückchen etablierteren Rennsteiglauf eingerichtet, hat der Berglauf im nördlichen Thüringen längst seine eigene Identität entwickelt. Rund 2.500 Teilnehmende kommen inzwischen zusammen.

Wo der Ausblick die Erschöpfung vergessen lässt

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Nicht nur, weil er nach wie vor auch Menschen aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt in seinen Bann zieht – „Die haben da ja keine richtigen Berge", sagt Andreas Kirchner – sondern auch, weil das Panorama einzigartig ist. Wer einmal auf dem Kyffhäuser-Kamm läuft und den Blick über die thüringische Hügellandschaft schweifen lässt, versteht, warum viele Teilnehmende Jahr für Jahr wiederkommen. „Besonders beeindruckend ist es am Panorama-Museum", sagt Roy Hildebrandt. Er ist bei der TEAG Thüringer Energie AG für das Sponsoring zuständig und damit auch für die Begleitung vieler Sportveranstaltungen verantwortlich. In diesem Jahr läuft er die 13,5 Kilometer selbst, zusammen mit einem kleinen Team der TEAG. Als die Gruppe gut eine Stunde nach dem Start am Panorama-Museum ankommt, wirken alle noch erstaunlich frisch.

Vorbereitung für den Rennsteiglauf: Aufwärmen mit Anspruch

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„Da weißt du dann, du bist schon fast auf der Zielgeraden. Jetzt geht es nur noch bergab", sagt Roy Hildebrandt nach dem Lauf. Für ihn war es der erste Berglauf in dieser Saison, die anderen Teammitglieder hatten schon in der Woche zuvor am Braveheart Battle im südthüringischen Steinach teilgenommen. Was sie eint, ist die Vorbereitung auf den Rennsteiglauf. Das TEAG-Team nimmt die Veranstaltung damit auch als das, was sie ursprünglich war: ein Qualifikations- und Vorbereitungsrennen mit echtem sportlichem Anspruch. „Da ist unser TEAG-Team aber noch größer und da sind wir noch aktiver dabei", erklärt Roy Hildebrandt.

Dennoch sei, sagt Laufverein-Vorsitzender Andreas Kirchner, auch das TEAG-Sponsoring für den Kyffhäuserlauf nicht zu unterschätzen: „Wir machen das hier alle ehrenamtlich, aber eine solche Veranstaltung braucht Geld und dazu braucht es Sponsoren." Dass Thüringens größter Energieversorger dazu gehört, macht Kirchner stolz. Und das nicht nur wegen des Namens auf dem Startbogen. Denn nur durch die Finanzierung lässt sich der Anspruch eines startgebührenfreien Laufs für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren halten. „Wir sind der einzige Lauf, der so etwas anbietet, und es ist für uns eine Möglichkeit, die Freude an der Bewegung zu fördern", sagt Andreas Kirchner.