Landesbeste und selbst überrascht
Paul-Philipp Braun/TEAG
Dass sich dieses stressarme Lernen für Jolin Köhler – und damit auch für die TEAG – gelohnt hat, zeigte sich beim Abschluss. Als Landesbeste im Ausbildungsberuf der Industriekaufleute wurde sie durch die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen ausgezeichnet. Ein Ergebnis, mit dem sie nicht gerechnet habe, sagt Jolin Köhler, die aber zu recht stolz auf ihre Leistung ist. Der kleine Pokal, den sie dafür bekam, stehe jetzt zu Hause neben dem Fernseher, die Bürokolleginnen schenkten ihr eine eigene kleine Trophäe. „Da waren auch wir echt beeindruckt“, sagt Kathrin Lackner.
Die Frage, ob sie sich als ein Zahlenmensch sehe, beantwortet Jolin Köhler mit einem „Ja schon“ und einem hellen Lachen. Umso besser, dass sie inzwischen im Bereich Abrechnung der TEAG arbeitet und hier täglich mit Dutzenden kleinen und großen Summen beschäftigt ist. Aber, ergänzt die Industriekauffrau, sie sei auch ein Familienmensch. Dass sie also bei der TES in Jena und damit nahe an der eigenen Familie bleibe, sei selbstverständlich. Dennoch will sie sich weiterqualifizieren. Nebenberuflich besucht sie derzeit Abendkurse zur geprüften Wirtschaftsfachwirtin bei der IHK in Erfurt. Rund anderthalb Jahre dauert diese Weiterbildung, die dann zu mehr innerbetrieblichen Einsatzmöglichkeiten und der Chance auf Führungsverantwortung leitet.
Für Kathrin Lackner ist Jolin Köhlers Entwicklung eine Perspektive, die sie fröhlich macht. „Ich bin Ausbilderin aus Überzeugung“, sagt Lackner und lächelt dabei. Es sei ihr wichtig, jungen Menschen etwas mitzugeben und sie auf ihrem Weg in die Berufswelt zu begleiten. Zugleich verweist sie aber auch auf die Eigenverantwortung, die jeder der TEAG-Azubis hat: „Sie bekommen hier die Inhalte und die Organisation auf dem Silbertablett serviert. Was sie sich davon herunternehmen, dafür sind die Auszubildenden selbst verantwortlich.“ Jolin Köhler scheint das ganze Tablett in die Hand genommen zu haben.