TEAG Solar

Nachhaltige Abfallentsorgung

Wie eine Deponie zur Energiequelle wird

Mit einer 6,9 MWp Photovoltaikanlage und moderner Netzinfrastruktur von der TEAG Solar stärkt die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft am Entsorgungsstandort Cröbern ihre Energieunabhängigkeit und leistet damit langfristig einen Beitrag für stabilere Abfallgebühren.

Überblick

  • TEAG Solar hat eine 6,9 MWp Photovoltaik-Freiflächenanlage auf der Zentraldeponie Cröbern errichtet.
  • Für den Bau kamen spezielle Unterkonstruktionen zum Einsatz, die sich flexibel an Hanglagen anpassen lassen.
  • Die PV-Anlage ist Teil des Energiekonzeptes der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV). 

Wer auf der Zentraldeponie Cröbern steht, hat einen wunderbaren Weitblick über die Region. Entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain, zählt sie mit rund 70 Metern Höhe zu den höchsten Punkten im Umland. Der Blick reicht bis nach Leipzig, über die neu entstandene Seenlandschaft und gleichzeitig auf die Schornsteine der noch aktiven Braunkohlekraftwerke. An diesem Ort, der die Energiewende sichtbarer kaum machen könnte, hat die TEAG Solar eine Photovoltaikanlage mit 6,9 MWp errichtet.

Blick auf die PV-Anlage in Cröbern
TEAG Solar

Entsorgungssicherheit auch in Zukunft garantiert

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Die sichere Entsorgung von Abfällen ist eine Aufgabe, die über Generationen hinweg Bestand haben muss. Genau hier setzt die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV) an: Sie stellt die Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Leipzig und im Landkreis Leipzig sicher.

Die Deponieanlage ist technisch aufwendig gesichert: Spezielle Abdichtungssysteme, Kontrolltunnel und eine Sickerwasserreinigung sorgen dafür, dass nicht verwertbare Abfälle aus Haushalt und Gewerbe dauerhaft und umweltgerecht gelagert werden.

Energiegewinnung neu denken: Photovoltaik und Deponiegas

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Das Thema Energie spielt am Standort seit Jahren eine zentrale Rolle. Bereits vor über zehn Jahren wurde die erste Photovoltaikanlage installiert, und seit rund 15 Jahren wird Deponiegas in Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt.

Mit der Realisierung einer weiteren Photovoltaikanlage an den Hängen der Deponie, ging die WEV nun den nächsten Schritt: Ziel war es, die Energieversorgung der Abfallbehandlungsanlagen langfristig stabil aufzustellen.

Besondere Anforderungen auf anspruchsvollem Gelände

Der Bau der PV-Anlage stellte besondere Anforderungen an die Unterkonstruktion: Die Oberfläche ist dauerhaft in Bewegung und Setzungen mussten bei der Planung berücksichtigt werden. Gleichzeitig durfte die Abdichtung der Deponie nicht beschädigt werden. Zudem weist der Hang eine Neigung von rund 15 Grad auf.

Zur Anwendung kam ein leichtes Trägersystem, welches ohne schweres Gerät installiert werden konnte und flexibel auf Veränderungen im Untergrund reagieren kann. Die Pfosten wurden mit Erdnägeln befestigt, die den Untergrund schonen und gleichzeitig einen sicheren Halt bieten.
Da die Deponie nach ihrer finalen Verfüllung weiter abgedeckt wird, war auch die Rückbaubarkeit entscheidend. Die Anlage kann bei Bedarf demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. 

Mehr Unabhängigkeit für eine sichere Zukunft

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Die Photovoltaikanlage ist ein weiterer Baustein im Energiekonzept der WEV. Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort genutzt und reduziert den Fremdstrombezug um rund zwei Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Das ist ungefähr so viel, wie ein kleines Dorf mit 500 Haushalten im Jahr verbraucht. In Kombination mit den vorhandenen Blockheizkraftwerken, einem Deponiegasspeicher und dem in Planung befindlichen Batteriespeicher wird eine Eigenstromversorgung rund um die Uhr möglich. 

„Mit der neuen Anlage können wir unsere Energieversorgung langfristig unabhängiger gestalten und gleichzeitig die Abfallgebühren für die Bürgerinnen und Bürger stabiler halten“, betont Geschäftsführer Bernd Beyer.

Besonders wichtig war für ihn dabei auch die Umsetzung: „Dass diese unter den anspruchsvollen Bedingungen vor Ort so reibungslos verlaufen ist, bestätigt uns in der Wahl des richtigen Partners.“

TEAG Solar übernahm die technische Feinplanung sowie die ganzheitliche Umsetzung von der Materialbeschaffung bis zur finalen Inbetriebnahme der Anlage. In den kommenden Jahren verantwortet TEAG Solar auch die technische Betriebsführung und die netzwirtschaftliche Betreuung.
Mit ihrer Erfahrung in komplexen Deponie-Projekten und einem ganzheitlichen Ansatz entstand eine Lösung, die optimal auf die besonderen Bedingungen vor Ort abgestimmt war