Paul-Philipp Braun/TEAG
Eine Rückkehrer-Messe in Erfurt sei dann der wichtige Schritt für die Weiterführung ihres Karriereweges gewesen, erzählt Roswitha Rauh. Sie sei dort zielstrebig zum TEAG-Stand gegangen – eine Online-Stellenausschreibung hatte ihr zuvor schon zugesagt – und den persönlichen Kontakt gesucht. „Alle waren sehr nett zu mir und bestärkten mich zu meiner Bewerbung“, erinnert sich Roswitha Rauh. Im Vorstellungsgespräch traf sie auf Hendrik Westendorff, Geschäftsführer der Thüringer Netkom. „Er hat mich dann als Fachgebietsleiterin für Privatkundenvertrieb und Kundenservice eingestellt“, sagt Rauh und berichtet, dass ihre Erfahrung im Telekommunikationsbereich und die Vielfalt ihrer Arbeitsgebiete darauf einen nicht unerheblichen Einfluss hatten.
Von Roswithas neuem Titel erfuhren die Kollegen und der Geschäftsführer hingegen erst, als dieser feststand. Er habe gelacht, sagt die Zwiebelmarktkönigin, und ihr auch seine Unterstützung für das Ehrenamt zugesagt, aber auch verlangt, dass die Arbeit natürlich nicht liegenbleiben darf. Kurz zuvor hatte Roswitha Rauh sich einer Jury mit einem halben Dutzend Mitgliedern gegenübergesehen. In zwei Bewertungsrunden hatten diese Fragen rund um den Zwiebelmarkt gestellt, aber sich auch über ihre persönliche Geschichte ausgetauscht. „In der Jury saß unter anderem Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine, der die Rückkehrer-Erzählung sehr mochte“, sagt Roswitha Rauh. Nach gut zwei Stunden stand der Name der neuen Königin fest. Für die Netkom-Mitarbeiterin ein schönes Gefühl. Eines, das sie aber noch immer gar nicht beschreiben kann: „Ab dem Moment lief für mich alles wie im Film.“ Zwei Wochen lang besuchte sie immer wieder das Atelier der Schneiderin Christel Schöne, die der MDR eine Königinnen-Macherin nannte.