500 Wildbienenarten, viele sind gefährdet
Paul-Philipp Braun/TEAG
Das Insektenhotel, so Düring, wäre dann ein guter Nistkasten für Wildbienen. Rund 500 Arten gibt es davon in Deutschland. Viele von ihnen sind gefährdet und brauchen besonderen Schutz. „Anders als Honigbienen leben die wilden Arten solitär. Sie haben keine Königin und überleben in der Regel nur ein paar Wochen“, erklärt Jens Düring. Dabei betont er, dass sowohl die industrielle Landwirtschaft als auch die Versiegelung von Flächen ein Problem für diese Arten sei. Umso wichtiger wäre es daher, rät der Leiter der Naturschutzbehörde dem TEAG-Team, nicht nur auf Hotels als Rückzugsmöglichkeiten zu setzen, sondern auch einen nahen Blühstreifen einzurichten.
Auf dem Gelände der Fuchsfarm funktioniert dieses System schon. Vor dem „Premium-Hotel“, wie Jens Düring es nennt, ist auch an diesem Märztag eine Fläche ersichtlich, auf der im Sommer das hohe Gras und die bunten Blumen Insekten ausreichend Nahrung anbieten. Für Janine Mann und Jan Scholz sind die Einblicke des Fachmanns wertvoll. „Wir sind dankbar für das Feedback und besprechen uns jetzt mit der Stiftung Finneck, was wir wie umsetzen können“, sagt Janine Mann auf dem Rückweg von der Fuchsfarm zum Parkplatz. Auch sie hat an diesem Nachmittag viel gelernt.