TEAG

Hansen-Preis für die beste Zwischenprüfung der Geomatiker und Vermessungstechniker in Thüringen

Landesbeste Zwischenprüfung und vorzeitiger Abschluss: Adriana Holz überzeugt als Geomatikerin

TEAG

„Anfang Dezember beginnt schon meine Abschlussprüfung“, erzählt Adriana Holz stolz an einem sonnigen Herbsttag Ende Oktober in Erfurt. Seit 2,5 Jahren ist sie Auszubildende bei der TEN Thüringer Energienetze zur Geomatikerin und macht damit ihren Abschluss schon ein halbes Jahr früher als eigentlich geplant. Das ist aufgrund ihrer guten Noten und des positiven Verlaufs ihrer Ausbildung möglich. Bereits mit ihrer Zwischenprüfung hat sie diesen Weg geebnet: Sie hat thüringenweit die beste Zwischenprüfung als Geomatikerin abgelegt und wurde dafür sogar mit dem Hansen-Preis des DVW Thüringen e. V. ausgezeichnet.

Übersicht

  • Ausgezeichnet mit dem Hansen-Preis: Adriana Holz hat thüringenweit die beste Zwischenprüfung im Bereich der Geomatiker und Vermessungstechniker geschrieben und wurde dafür vom DVW Thüringen e. V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement prämiert.
  • Unterstützung aus dem Fachbereich: Ausbilderin Nancy Reder steht Adriana Holz während ihrer Ausbildung zur Seite.
  • Engagiert für die Auszubildenden: Adriana Holz ist Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung der TEAG-Gruppe und setzt sich für die Belange der jungen Angestellten ein.

Ausbildung zur Geomatikerin

TEAG

Schon in der Schule zeichnet sich Adriana durch ihre mathematischen Fähigkeiten aus und

entscheidet sich nach dem Abitur für ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Erfurt. Als sie im vierten Semester in den Bereich Geodäsie eintaucht, wird ihr bewusst, wie viel Spaß ihr dieses Thema macht: „Das Studium ging in eine andere Richtung, als ich eigentlich wollte. Als das Themengebiet Geodäsie aufkam, habe ich gedacht: Eigentlich will ich nur das machen“, erzählt Adriana Holz. „Außerdem habe ich im Studium gemerkt, dass ich mehr Struktur im Alltag brauche, damit ich mich voll und ganz auf das Lernen und meine Arbeit konzentrieren kann. Die Ausbildung zur Geomatikerin kombiniert beides: Das passende Themengebiet und einen festen Lehr- und Ausbildungsplan“, fasst sie rückblickend zusammen.

Sicherheit, Flexibilität und Förderung

TEAG

Für ihre Ausbildung zur Geomatikerin entscheidet sich Adriana Holz bewusst für die TEN Thüringer Energienetze. „Mir war wichtig, bei einem sicheren Arbeitgeber zu lernen, bei dem ich mir auch eine langfristige Perspektive aufbauen kann“, sagt sie. Besonders schätzt sie die flexible Arbeitszeitgestaltung. Die TEAG-Gruppe erlebt sie als fördernden Ausbildungsverbund mit vielen Möglichkeiten zur individuellen Weiterbildung. „Im Vergleich zu anderen Azubis, die ich an der Berufsschule kennengelernt habe, habe ich hier deutlich mehr Angebote“, erzählt Adriana Holz. „Wenn irgendwo eine Schwäche ist, wird nicht einfach nur darauf geschaut, sondern aktiv überlegt: Wie können wir dich unterstützen, damit du das ausgleichen kannst?“

Teamwork in der Fachabteilung: Vermessungstechnik trifft Geomatik

Ein wichtiger Baustein ihrer erfolgreichen Ausbildung ist die enge Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen rund um Ausbilderin Nancy Reder. Die gelernte Vermessungstechnikerin steht Adriana fachlich und persönlich zur Seite. „Mit Frau Reder kann ich über alles reden – fachliche Fragen genauso wie organisatorische Themen. Sie nimmt sich Zeit und erklärt mir die Zusammenhänge im Arbeitsalltag“, betont Adriana Holz.

Auch in der Praxis ist die Zusammenarbeit von Vermessungstechnikern und Geomatikern essenziell: „Die Vermessungstechniker sind draußen in der Fläche unterwegs und erfassen die Daten und Zahlen. Die Geomatiker wiederum übertragen diese Messwerte in die Systeme und sorgen dafür, dass daraus eine belastbare Datengrundlage entsteht“, erklärt die junge Auszubildende.

Landesweit beste Zwischenprüfung und Auszeichnung mit dem Hansen-Preis

TEAG

Nach dem ersten Ausbildungsjahr steht bei den Geomatikern und Vermessungstechnikern die Zwischenprüfung an – für Adriana ein wichtiger Meilenstein. Zur Vorbereitung kann sie zwei Wochen vor der Prüfung auch während der Arbeitszeit lernen und sich mit Kolleginnen und Kollegen austauschen. „Ich wollte die Zwischenprüfung bewusst als Feedback nutzen, um zu sehen, wo ich fachlich stehe“, erinnert sie sich.

Dass sie am Ende die landesweit beste Zwischenprüfung im Bereich der Geoinformationstechnologie als Geomatikerin ablegt, hat sie überrascht und stolz gemacht. „Natürlich gibt man sich Mühe und hofft auf ein gutes Ergebnis, aber damit habe ich nicht gerechnet“, erzählt sie.

Im Mai dieses Jahres wird Adriana Holz gemeinsam mit Nancy Reder zur Jahresfachtagung des DVW Thüringen e. V. eingeladen, wo sie vor Ort den Hansen-Preis für die beste Zwischenprüfung der Geomatiker entgegennehmen darf.

Auf der Zielgeraden: Abschlussprüfung und verkürzte Ausbildung

TEAG

Mittlerweile ist Adriana fast am Ende ihrer Ausbildung angekommen. Anfang Dezember beginnt ihre Abschlussprüfung – und wenn alles wie geplant läuft, wird sie im Januar ihre Ausbildung abschließen. Sie ist damit seit zehn Jahren die erste Auszubildende, die ihre Ausbildung verkürzen kann.

Ihre berufliche Zukunft sieht sie klar bei der TEN Thüringer Energienetze: „Ich möchte auf jeden Fall hierbleiben“, sagt sie überzeugt. Ein erstes Übernahmegespräch hat sie bereits geführt und ist optimistisch. Parallel denkt sie auch schon über ein berufsbegleitendes Studium nach.

Engagement für andere: Jugend- und Auszubildendenvertretung

Neben ihrer fachlichen Ausbildung engagiert sich Adriana für die Interessen der Auszubildenden. Bereits während ihres Studiums an der Fachhochschule Erfurt ist sie im Fachschaftsrat aktiv und sammelt dort erste Erfahrungen in der Gremienarbeit. „Ich habe damals gemerkt, wie wichtig die Verzahnung von Lehrenden und Lernenden ist“, erzählt sie. „Man braucht jemanden, der beide Seiten versteht und miteinander ins Gespräch bringt.“

Diese Rolle übernimmt sie nun in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der TEAG-Gruppe. „Ich sehe mich als Brücke zwischen den Azubis und den Verantwortlichen“, sagt Adriana Holz. Besonders wichtig ist ihr, auch diejenigen zu vertreten, die sich nicht trauen, Probleme offen anzusprechen: „Nicht alle gehen von sich aus auf Ausbilder oder Vorgesetzte zu. Ich möchte den Auszubildenden eine Stimme geben und dazu beitragen, dass Anliegen ernst genommen und Lösungen gefunden werden“, erklärt sie abschließend.

Fragen und Antworten

  • Geomatikerinnen und Geomatiker erfassen, verarbeiten und visualisieren räumliche Daten. In Energie‑ und Infrastrukturunternehmen kümmern sie sich vor allem um Netzdokumentation, Leitungsverläufe und die Geodatenbasis für Planungs‑ und Bauprojekte.

  • Für die Ausbildung zum Geomatiker oder Geomatikerin sollte man ein gutes technisches und mathematisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Interesse an IT und digitaler Kartentechnik haben.

  • Geomatikerinnen und Geomatiker werden in Vermessungs‑ und Katasterämtern, bei Städten und Gemeinden, in Bau‑ und Ingenieurbüros oder in Energie‑ und Infrastrukturunternehmen benötigt. Weitere Tätigkeitsfelder sind Umwelt‑ und Landschaftsplanung, Telekommunikation sowie GIS‑/IT‑Dienstleistungen rund um digitale Karten und Geodaten.